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Wirtschaftsgeschichte der deutschen Kolonien

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaftsgeschichte der deutschen Kolonien

Monograph

Identifikator:
1776197003
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-171695
Document type:
Monograph
Author:
Zache, Hans http://d-nb.info/gnd/1096768860
Title:
Wirtschaftsgeschichte der deutschen Kolonien
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Weimann
Year of publication:
[1928]
Scope:
39 S.
Ill.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Abschnitt. Die einzelnen Schutzgebiete und ihre Entwicklung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaftsgeschichte der deutschen Kolonien
  • Title page
  • Erster Abschnitt. Die Schutzgebiete unter deutscher Verwaltung
  • Zweiter Abschnitt. Die einzelnen Schutzgebiete und ihre Entwicklung
  • Dritter Abschnitt. Die Schutzgebiete im Weltkriege
  • Vierter Abschnitt. Die Schutzgebiete unter Mandatsverwaltung
  • Fünfter Abschnitt. Anerkennungen der deutschen Kolonialbetätigung aus Feindesmund
  • Sechster Abschnitt. Stimmen Eingeborener der deutschen Kolonien
  • Ausblick

Full text

Wirtschaftsgeschichte der deuischen Kolonien 
37 Pflanzungen zählten 1912 8 Millionen Kakao⸗, 
tz Millionen Kautschukbäume und 134, Million 
Olpalmen. Die Ausfuhr von Kakaobohnen war 
von 1898-1912 von 246 auf 4553 t gewachsen, 
wovon nur 700 t Eingeborenenproduktion 
waren. Das Produkt der Plantagen war ausge— 
zeichnet. Außerdem standen 2 Millionen Bananen 
im Felde, deren Früchte mit eigens gebauten 
Kühldampfern nach Europa gebracht werden sollten, 
als der Krieg ausbrach. Ganz besonders aus— 
sichtsreich war aber der Tabakanbau. In den 
vier Jahren 1910 bis 19183 stieg die Ausfuhr 
von 56 auf 5000 Ballen eines ausgezeichneten 
Deckblattes. Der Gesamthandel belief sich auf 
68 Millionen Goldmark, davon entfielen 23 auf 
die Ausfuhr, worunter Kautschuk mit 11, Palm— 
285 km den schiffbaren Njong erreichte. Und doch 
mußte gerade Kamerun, die einzige unserer afrika— 
aischen Kolonien, die zahlreiche, wenigstens im 
Heittellauf schiffbare Flüsfe aufweist, für ein System, 
»aß diese Wasserstraßen unlereinander und mit 
»er Küste verband, dankbar sein. Keine Kolonie 
Jjat, wie diese unter der übel angebrachten Spar— 
amkeit des Mutterlandes zu leiden gehabt. 
3. Südwestafrika 
Ganz anders ist das Bild, das die subtropische 
Siedelungskolonie Südwestafrika bietet. Deutsch- 
Züdwest Hist zweifellos unsere ärmste Kolonmie. 
Dieses Land mit seiner hindernisreichen, hafen— 
osen Küste und seinem armen Boden“, schreibt 
Abbildung 3 
Sortieren der Tabakblätter GPflanzung Ubanga, Kamerum) 
kerne und Kakao mit je 4u/,, Palmöl mit 
1134, Millionen Meoben anstehen. Um das Palm-— 
öl an Ort und Stelle rationell zu gewinnen, 
hatte das Syndikat für Olpalmkultur, die Zentrale 
des holländisch-englisch-deutschen Margarinekon— 
zerns (Altona⸗Bahrenfeld) leistungsfähige Fabrik— 
anlagen an der Nordbahn geschaffen. Dabei war 
Kamerun zweifellos das am meisten vernach— 
lässigte unserer Schutzgebiete. Es verfügte bei 
Kriegsausbruch über ganze 445 km Eisenbahn 
(GHamburg — Dresden)! Davon entfielen 160 km 
auf die Nordbahn — 1906 bis 11 für 16,6 Million M 
erbaut —, die von dem Duala gegenüberliegenden 
Ufer des Krieks durch das Plantagengebiet bis 
an das Grasland bei Ngongsamba-vBare führte, 
während die von Duala ausgehende Mittellandbahn 
— 1908 bis 11für 48 Millionen Merbaut — nach 
der Amerikaner Gibbons, „zeigt den unüber— 
vindlichen Geist der Männer, die den bestmög— 
ichen Nutzen aus den widrigsten Umständen zogen 
ind eine sich selbst erhaltende Kolonie schufen, trotz 
ingünstigster politischer, geographischer, wirtschaft⸗ 
icher und finanzieller Bedingungen.“ 
Das Land wurde 1888 durch den Bremer 
daufmann Lüderitz durch Kaufverträge mit einge— 
»orenen Häuptlingen erworben. Es ist 885 000 qkin, 
also 1140 mal so groß wie Deutschland. Im 
Norden stößt es an das portugiesische Angola (Kunene 
und Okavangofluß), im Suͤden, wo der Orange⸗ 
duß die Grenze bildet, an die Südafrikanische 
Union. Im Osten liegt das britische Betschuar a⸗ 
and⸗Protektorat, die sog. Kalahari — „Wüste“. 
Der an der Küste entlang fließende kalte Benguela— 
trom läßt die Verdünstungsmengen des Ozeans
	        

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Wirtschaftsgeschichte Der Deutschen Kolonien. Weimann, 1928.
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