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Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Multivolume work

Identifikator:
1780159447
Document type:
Multivolume work
Author:
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Title:
Das Kapital
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H.
Year of publication:
1926-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1780159595
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-188277
Document type:
Volume
Author:
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Title:
Der Produktionsprozeß des Kapitals
Volume count:
1.1928
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H.
Year of publication:
1928
Scope:
XLVIII, 768 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Abschnitt. Die Produktion des relativen Mehrwertes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

518 
4. Buch. V. Teil. Die Steuern. 
Kopfsteuer im Jahre 1377 eingeführt; sie führte zum Bauernaufstand. 
In dieser Periode wurde sie schon nach Klassen differenziert. Nach 
1698 wird sie abgeschafft. In Frankreich wurde sie erst im Jahre 
1695 angewendet und hörte mit der Bevolution auf. Auch in 
Frankreich wurde sie bald zur Klassensteuer. In den Vereinigten 
Staaten von Nordamerika haben einzelne Staaten die Kopfsteuer 
bis auf unsere Tage beibehalten, teils wie in der Schweiz, als 
Korollarium des allgemeinen Wahlrechtes, teils zur Deckung ge 
wisser Staatsausgaben (Strassentin usw.). Auch die in Frankreich 
bestehende taxe personelle hat den Charakter der Kopfsteuer. 
Größere Bedeutung hat die Kopfsteuer noch in den Kolonien, 
Algier, Tunis usw. Leroy-Beaulieu tadelt den großen Druck der 
Kopfsteuer in Tunis, sowie deren strenge Eintreibung. In Australien 
kommt die Kopfsteuer als Gemeindesteuer vor. Die noch bestehen 
den Kopfsteuern sind zumeist Klassensteuern. 
Ein charakteristisches Beispiel der klassifizierten Kopfsteuer 
bietet die englische Polltax, welche im Jahre 1377 eingeführt wurde; 
sie gruppierte die Individuen hauptsächlich nach ihrem Rang. Nur 
die Bettler waren ausgenommen; jede andere Person über 16 Jahre 
zahlte 4 Pence, der „Esquire“ und Cettomey zahlte 6 sh 8d, der 
„ Knight" 1—2 Pfund, der „Earl" 4 Pfund, der „Duke“ 60 Pfund 
13 sh 4 d. Nach ähnlichen Graden zahlten die Bürgermeister, 
Aldermen, Bischöfe, Richter. Unter Karl I. wurde die Steuer er 
höht; der Duke zahlte 100 Pfund, der Marquise 80, der Earl 60, 
der Knight 20 Pfund usw. 
2. Eine eigentümliche Art der Besteuerung war die Herdsteuer, 
die in älteren Zeiten größere Bedeutung besaß; gegenwärtig scheint 
sie nur mehr in Italien („fuocatico“) zu bestehen, als Gemeinde 
steuer. Die Steuer wurde nach Einkommensklassen ausgeworfen; 
es gibt Gemeinden, in denen nach dem Einkommen die Steuer 
pflichtigen in 400 (!) Klassen eingeteilt werden. In einzelnen Ge 
meinden besitzt die Steuer progressiven Charakter. 
3. Von eigentümlichen Steuerarten sei noch erwähnt die von 
Wilhelm III. in England eingeführte Steuer aus Anlaß von Ehe 
schließungen, Geburten und Sterbefällen, ferner eine Junggesellen 
steuer und eine Steuer von kinderlosen Witwern. In Ungarn wurde 
im Jahre 1522 eine Steuer eingeführt, die aus folgenden Klassen 
bestand: a) eine Steuer von jedem Gewerbetreibenden; b) eine 
Handelssteuer, */„ vom Werte der Waren; c) Mühlensteuer, ein 
Gulden von jedem Mühlstein; d) Netzsteuer, ein Gulden von jedem 
größeren Netz; e) Judensteuer, ein Gulden pro Kopf.
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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