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Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Multivolume work

Identifikator:
1780159447
Document type:
Multivolume work
Author:
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Title:
Das Kapital
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H.
Year of publication:
1926-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1780159595
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-188277
Document type:
Volume
Author:
Marx, Karl http://d-nb.info/gnd/118578537
Title:
Der Produktionsprozeß des Kapitals
Volume count:
1.1928
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H.
Year of publication:
1928
Scope:
XLVIII, 768 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Index

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Index
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Westrumit 
481 
Wild 
Most, bis er klar abfließt, und erhält so den 
Tropfwermut, wenn er aus kondensiertem 
Most gewonnen wurde, auch gekochter oder 
süßer W. genannt. Der übrige ungarische W. 
wird so erzeugt, daß man in ein Faß abwechselnd 
Lagen reifer blauer Trauben sowie von Wermut, 
Zimt, Nelken, Pomeranzen- und Zitronenschalen 
und Senfmehl einfüllt, mit Rotwein vollgießt und 
sechs Wochen liegen läßt. Bisweilen setzt man 
auch Rosinen und Johannisbrot hinzu oder hängt 
einen mit sämtlichen Zutaten gefüllten Beutel 
in den Most hinein. Die italienischen Sorten 
werden meist stark gespritet und enthalten dann 
bis zu t6Vol.-°/o Alkohol. In neuerer Zeit kamen 
nun unter der Bezeichnung W. zahlreiche Erzeug 
nisse in den Plandel, die Wein überhaupt nicht 
oder doch nur in verschwindenden Mengen ent 
hielten, vielmehr im wesentlichen aus aromati 
siertem und verdünntem Spiritus bestanden. In 
folge der sorgfältigen Überwachung werden diese 
Getränke jetzt nicht mehr als W., sondern nur 
noch als Wermutlikör vertrieben. W. ist ledig 
lich ein aromatisierter, allenfalls gezuckerter und 
gespriteter Naturwein. Der zugesetzte Zucker 
darf in der gleichen Menge Wasser aufgelöst 
werden, doch muß das fertige Getränk minde 
stens 70 0/0 Traubenwein enthalten. — Unter Ver 
wendung von Obstwein hergestellte Erzeugnisse 
sind als „Obst “ oder „Beeren-W.“ deutlich zu 
kennzeichnen. 
Westrumit, ein nach seinem Erfinder van 
Westrum benanntes Mittel zur Straßenbespren- 
gung und Staubbindung, besteht aus einer Emul 
sion etwa gleicher Teile schwach ammoniakali- 
sehen Wassers mit Mineralölen. Es soll mit 
Sprengwagen aufgetragen werden und in ähn 
licher Weise wie in Amerika durch die Bespren- 
gung mit Petroleum einen widerstandsfähigen, 
staubfreien Straßenbelag bilden. Im Hinblick 
auf die ziemlich leichte Entmischung verstopft 
W. nach einiger Zeit die Öffnungen des Spreng 
wagens und darf deshalb nicht in zu großen 
Mengen eingefüllt werden. Von zwei zu dem 
gleichen Zwecke angebotenen Flüssigkeiten er 
wies sich Antistoff als eine durch Kaliseife 
vermittelte Emulsion von Teerölen, während 
Standutin ein fein verteiltes Gemisch von Pe 
troleumrückständen mit Wasser und Kleber oder 
Mehlkleister war. Neuerdings wird zur Staub 
bindung auch die Sulfitlauge (s.d.) herangezogen. 
Whisky, ein in England sehr beliebter Trink- 
branntwein, wird in der Weise hergestellt, daß 
man Gerste über einem Torffeuer mälzt, oder 
Roggen mit Malz maischt und die vergorene 
Maische der Destillatipp unterwirft. Das „low 
vines“ genannte Destillat wird nochmals destil 
liert und liefert einen Vorlauf „four shots“, dar 
auf den eigentlichen Whisky „clean spirit“ und 
einen Nachlauf „faints“. Der Vorlauf und Nach 
lauf werden einer neuen Maische wieder zu 
gesetzt. Zur Entfernung eines in jungem Whisky 
auftretenden unangenehmen Beigeschmacks ist 
ein längeres Lagern, besonders in Sherryfässem, 
üblich, wobei die nichtflüchtigen Säuren ab 
nehmen. Der Alkoholgehalt beträgt 46—62 
Vol.-o/o. Im übrigen sind in 100 ccm enthalten; 
■0,0807 g Extrakt, 0,072 g Propylalkohol, 0,037 g 
Butylalkohol, 0,0683 g Amylalkohol, 0,0161 g 
flüchtige Sauren, 0,0107g Kapronsäure, 0,002 g 
Mercks Warenlexikon, 
Kaprylsäure, 0,1676 g Ester, 0,0018 g Furfurol, 
0,0115 g sonstige Aldehyde. Auf alle Fälle ist 
W, ein reiner Kornbranntwein und darf nicht 
mit Kartoffelsprit vermischt werden. 
Wicken (lat. Vicia, frz. Vesce, engl. Vetch), zur 
Familie der Schmetterlingsblütler gehörige 
Pflanzen, werden in mehreren Arten, besonders 
als Saatwicke oder gemeine Futterwicke 
(Heide-, Feld-, Korn-, Roßwicke, St. Christophs 
kraut), Vicia sativa L., und platterbsen 
artige W. (Küchen-W„ frühe W., kleine Früh- 
lings-W.), V. lathyroides L., als Grünfutter 
und zur Gewinnung von Heu und Samen im 
großen angebaut. Für den Handel kommt je 
doch nur der Samen in Betracht. Die W. lohnt 
und verträgt die stärkste Düngung und hat des 
halb auch für die Fruchtfolge hohen Wert. Der 
Anbau der gemeinen W. ist ziemlich sicher, der 
Ertrag groß. 1 hl Samen wiegt 76—84 kg, von 
denen jedes 9000—30000 Körner enthält. Zur 
Saat braucht man 1,5—4 hl und erntet vom 
Hektar 100—220 dz Grünfutter, 20—45 dz Heu, 
10—18 dz Körner, 12—26 dz Stroh. Das Mehl 
der roten Sommer- und der kanadischen W. 
wird bisweilen mit Weizenmehl vermischt und 
so in Frankreich als Nahrungsmittel benutzt. 
Wild (Wildbret, Wildpret, Wilpert) um 
faßt alle zur menschlichen Nahrung geeigneten 
jagdbaren Tiere, besonders Edel- oder Rot-, Reh- 
und Damwild, Gemsen, Renntiere, Antilopen, 
Gazellen, Schwarzwild, Wildschweine, Hasen und 
Kaninchen, Auer-, Birk-, Hasel-, Schneehühner, 
Fasanen, Schnepfen, Enten, Rebhühner, Bekas 
sinen, Drosseln, Wachteln und Krammetsvögel. 
Das W. nimmt mit zunehmender Kultur, obsehoh 
es vielfach gehegt wird und in den meisten Län 
dern Schonzeit hat, immer mehr ab und muß 1 
daher für die Großstädte aus immer größeren 
Entfernungen bezogen werden. Selbst Amerika 
liefert in ziemlicher Menge W. nach Europa. 
Hirsche, Rehe, Wildschweine und Fasanen wer 
den in Deutschland fast nur noch aus Wildparks 
geliefert und hier bei großen Jagden zum Ver 
kauf geschossen, während kleines W. meist von 
Treibjagden herrührt. Der Handel mit W. unter 
liegt gewissen gesetzlichen Beschränkungen. Ins 
besondere darf W. zur Verhinderung der Wild 
dieberei während der Schonzeit überhaupt nicht 
verkauft werden, selbst wenn es aus Gegenden 
ohne Schonzeit kommt. Nur für bestimmte Ab 
nehmer, nicht aber für den allgemeinen Verkauf, 
kann eine Ausnahme von dieser Vorschrift und 
ein Bezug unter Bescheinigung des Ursprungs 
ortes nachgelassen werden. Die Hauptzeit für 
Wildbret erstreckt sich vom September bis zum 
Frühjahr. Die Versendung geschieht mit der 
Bahn, am besten im Winter bei Frostkälte. Bei 
Eintritt milder Witterung muß der Absatz rasch 
erfolgen. Die Jahresausbeute, soweit sie die 
Feldjagden betrifft, ist abhängig von der Witte 
rung. Es gibt gute und schlechte Jahrgänge für 
Hasen, Feldhühner und Schnepfen, während 
Hochwild in der Regel nach bestimmtem Satze 
abgeschossen wird. Schwarzwild gibt es noch 
bis zur gebotenen Vernichtung im Überfluß in 
Elsaß-Lothringen und den angrenzenden Gebieten 
der Ardennen; Hochwild, Auerwild und Fasanen 
besonders zahlreich in Böhmen, in Deutschland 
I hingegen nur in den sehr waldreichen Gegenden. 
31
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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