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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

Full text: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
1782566376
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-169787
Document type:
Monograph
Author:
Rörig, Fritz http://d-nb.info/gnd/116593113
Title:
Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Year of publication:
1928
Scope:
284 S.
Kt.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Der Markt von Lübeck. Topographisch-statistische Untersuchungen zur deutschen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

10 Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute uns Industrielle. 
lichen Geschüftsbildung fehlt, teils aber auch, weil es ihrer Neigung entgegen ist und 
ihre Qualifikation bald im Geschäftsdrange leiden würde." 
Diese auf weitgehender Verwendung des Laienelementes beruhenden Verwal 
tungskörper sollten im besondern zu prüfen haben, wieweit neue wissenschaftliche und 
technische Fortschritte dem Staat Veranlassung geben, fördernd und regelnd ein 
zugreifen. Wie der Schlußsatz der Eingabe zeigt, versprach sich Stein gerade von 
dieser gemeinsamen Arbeit Anregung nach beiden Seiten: „Es wird von dieser Ein 
richtung der unfehlbare Gewinn für die Geschäftsmänner entstehen, daß sie, in steter 
Berührung mit dem Wissenschaftlichen, nicht so sehr zurückbleiben und nicht so früh 
zeitig im Geschäftsleben veralten, und auch die Wissenschaften und Künste werden des 
Vorteiles teilhaftig, von der Anwendung vieler Dinge im Großen eine anschaulichere 
Kenntnis und lebendigere Übersicht zu bekommen und die zu weiteren Fortschritten 
erforderlichen Materialien zu erhalten." 
Mit besonderm Nachdruck betonte Stein, daß damit auch alle überflüssige und 
schädliche Einmischung der Regierung bei Gegenständen, die der Fürsorge jedes ein 
zelnen überlassen bleiben können, abzustellen wäre. Und Stein ging noch weiter, er 
schlug vor, alle diese wissenschaftlichen und technischen Deputationen zu einer Körper 
schaft zu vereinen, um so ihre Wirksamkeit zu steigern, — ein Parlament prak 
tischer Arbeit, zusammengesetzt aus den berufen st en Ver 
tretern der Wissenschaft, Technik, Industrie, des Handels, 
der Land - und Forstwirtschaft und der Staatsverwaltung! 
Konnten solche weitsichtige Pläne, die, wenn man sie heute ausspricht, — wo 
wieder eine Immediatkommission an der Reform der inneren Verwaltung arbeitet, — 
ein skeptisches Lächeln auslösen können, vor 100 Jahren schon restlos erfüllt werden? 
Scharfe Kritik setzte ein. Der Laie habe weder wissenschaftliche Bildung, noch kenne 
er die Geschäfte. Stein erwiderte, daß die wissenschaftliche Bildung gerade bei den 
besoldeten und studierten Verwaltungsbeamten höchst selten zu finden sei: „Geschäfts 
kenntnis aber erlange man durch Geschäfte". 
Immerhin ein Teil der großen Pläne ist Wirklichkeit geworden. Die Technische 
Deputation kann in diesem Jahre ihr hundertjähriges Jubiläum feiern. Es wäre zu 
wünschen, wenn eine Geschichte ihrer Tätigkeit uns über die Entwicklung ihrer Wirk 
samkeit eingehend unterrichten wollte. Ob die Beschränkung in ihrer Zusammen 
setzung auf solche Vertreter der Technik, die als Beamte nicht unmittelbar Beziehung 
zur Industrie haben, im Sinne Steins gelegen hat, darf bezweifelt werden. Heute 
liegt der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit in der Begutachtung von Genehmigungs 
gesuchen für die Errichtung von Fabriken, gewerblichen Anlagen usw. Ferner werden 
Zollstreitigkeiten erledigt und alle technischen Verordnungen begutachtet. 
Wenn wir dies alles zusammenfassen, so drängt sich die Frage auf: Was würde 
wohl ein vom Steinschen Geist erfaßter Organisator unserer heutigen Verwaltung 
anzustreben haben, wo es nicht mehr nötig ist, einzelne Personen mühsam zu staat 
lichen Ausgaben heranzuziehen, sondern wo es aus eigener Initiative entstandene 
große technisch-wissenschaftliche Vereine gibt, in denen technische Intelligenz gemein 
sam mit großer praktischer Erfahrung im vielgestaltigen Erwerbsleben an Aufgaben 
zusammenarbeitet, die für den Staat die größte Bedeutung haben? Ich glaube, daß 
ein solcher Organisator Formen finden würde, die ein viel weitergehendes Zusammen 
arbeiten als bisher von Staatsverwaltung und der in diesen Vereinen organisierten 
Technik zum Wohl der Gesamtheit zur Folge haben würde. 
Wie dann Steins größtes Werk — die Städteordnung vom 19. November 1808 
— diese Grundgedanken immer wieder zum Ausdruck brachte, ist allgemein bekannt. 
„Verständige, welterfahrene Gewerbetreibende", nicht Gelehrte und vor ollem mög 
lichst wenig „Rechtskundige" sollten die städtischen Geschäfte leiten. Ernst warnt er
	        

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Om Kredit Och Vexlar. Edlund, 1880.
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