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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1782637850
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-178813
Document type:
Monograph
Author:
Westergaard, Harald http://d-nb.info/gnd/117574163
Nybølle, Hans Cl. http://d-nb.info/gnd/127386696
Title:
Grundzüge der Theorie der Statistik
Edition:
2., völlig umgearb. Aufl.
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1928
Scope:
640 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VI. Kapitel. Bevölkerungsstatistik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

666 
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit. 
geführt. Sollten die Fabier etwa nichts anderes als Staatssozialisten 
sein, die ihren wirklichen Namen nicht eingestehen wollen? 
Mithin ist der „Fabische Sozialismus“, genau genommen, über 
haupt keine neue wissenschaftliche Doktrin. Er vertritt vielmehr, 
gegenüber dem etwas abgenutzten Liberalismus, der noch bei vielen 
englischen Schriftstellern in Ehren steht, die Gedanken der wirt 
schaftlichen Zentralisation, die überall in Europa sich aus den Be 
dingungen des modernen Lebens ergeben haben. Denn aller Wahr 
scheinlichkeit nach wird die gesetzgeberische Entwicklung dieser 
letzten 30 Jahre in der recht bescheidenen Gestalt einer fort 
schreitenden Zentralisation in die Erscheinung treten, wenn auch ihre 
Gegner, und sogar viele ihrer Anhänger, sie mit dem tönenden 
Namen „Sozialismus“ bezeichnen. 
Während die englische praktische Politik seit langem begonnen 
hatte, sich vom Individualismus zu befreien, behielt die philosophische 
und politische Doktrin der radikalen Utilitarier, wie sie zu Beginn 
des 19. Jahrhunderts von Bentham und seinen Freunden formuliert 
worden war, ihren ganzen Einfluß, von dem sie auch heute noch 
nichts verloren hat. Die Fabier haben sich zu Gegnern dieser Lehre 
aufgeworfen. Gern betrachten sie sich als die intellektuellen Nach 
folger der radikalen Utilitarier, und behaupten übrigens, einfach den 
neuen Bedürfnissen eines großen industriellen und demokratischen 
Landes Ausdruck zu geben. Die schon so gehäufte Arbeitergesetz 
gebung, der Munizipalsozialismus, der sich selbsttätig in den großen 
Städten entwickelt hat, der Glanz der großen Genossenschaftsverbände 
in Manchester und Glasgow liefern ihnen beredte Beispiele für den 
praktischen Sozialismus, den sie predigen. „Nicht der Sozialismus 
der fremden Arbeiter ist es,“ sagt Frau B. Sydney Webb, „die eine 
anarchistische, durch eine blutige Revolution zu verwirklichende 
Utopie fordern, sondern der spezifisch englische Sozialismus, der 
Sozialismus, der sich in Taten und nicht in Worten ausdrückt, der 
Sozialismus, der sich lautlos in den Fabrikgesetzen, in den Gesetzen 
gegen das Truck-System, der Unfallgesetzgebung, in den Gesetzen 
über die öffentliche Gesundheit, die Arbeiterwohnungen, den öffent 
lichen Unterricht verkörpert hat — in dieser ganzen Masse von 
Wohlfahrtsgesetzen, die das Individuum zwingt, sich in den Dienst 
und unter den Schutz des Staates zu stellen“ x ). 
* * 
* 
l ) B. Pottbr (Frau Sydney Webb), The Cooperative Movement, 2. Ausg-, 
8. 16 (1899).
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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