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Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde

Monograph

Identifikator:
1801165386
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-185344
Document type:
Monograph
Author:
Reinhard, Rudolf http://d-nb.info/gnd/14316645X
Title:
Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
Edition:
6., stark erw. und umgearb. Aufl
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Year of publication:
1929
Scope:
279 S.
zahlr. graph. Darst. u. Kt.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Allgemeine politische Erdkunde
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Weltwirtschaftliche und politische Erdkunde
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeine Wirtschaftsgeographie
  • Allgemeine politische Erdkunde
  • Index

Full text

fl. DIE ÄUSSEREN MERKMALE DES STAATES 
223 
„PeNZ! 
183. Preußen zur Zeit des Deutschen Bundes. 184. Preußen in der Gegenwart. 
1838 und 184 Preußen als Exklave-Staat, 
Diener. Dies Verhältnis beruht vor allem auf dem Unterschied der 
Bevölkerung, die in den Kolonien ursprünglich eine Eingeborenen- 
bevölkerung ist. Es besteht heute noch in reiner Ausprägung zwischen 
den europäischen Herrenvölkern und ihren tropischen Kolonien in 
Afrika oder in der Südsee. Auch Indien ist noch bis zu einem ge- 
wissen Grade eine solche Eingeborenenkolonie. Es änderte .sich aber 
allmählich in denjenigen Kolonialgebieten, namentlich der gemäßigten 
Zone, in die vom weißen Herrenvolk selbst aus dem Mutterlande oder 
anderen europäischen Staaten eine starke Einwanderung stattfand. 
Die eingewanderten und seßhaft gewordenen Europäer blieben zwar 
als Bewohner des Tochterstaates zunächst auch noch in einer gewissen 
Abhängigkeit vom Mutterland. Mit dem Anwachsen ihrer Zahl und 
der durch eigene Arbeit erzielten zunehmenden wirtschaftlichen Er- 
schließung des Landes aber verstärkte sich immer mehr das Streben 
nach Selbständigkeit und nach Loslösung vom Mutterland oder wenig- 
stens nach Gleichstellung mit ihm. 
Die spanischen und portugiesischen Kolonien in Mittel- und Südamerika 
sagten sich im Laufe des 19, Jahrhunderts vom Mutterland los und wurden 
selbständige Staaten. Die „Vereinigten Staaten‘ entstanden aus den ersten 
Kolonien Englands in Nordamerika. Auch in Kanada und in den englischen 
Kolonien Australiens und Südafrikas, die sich schon früh zu einer Art von Bundes- 
staaten zusammengeschlossen haben?, ist das Streben nach größerer Selbständig- 
keit.auch in außenpolitischer Beziehung in den letzten Jahrzehnten unverkenn- 
bar hervorgetreten. Ägypten, das während des Weltkrieges zum Schutzstaat 
Englands wurde, hat kurz nach dessen Beendigung eine wenigstens formelle 
Selbständigkeit wieder erzwungen. England hat in kluger Politik diesen Be- 
strebungen seiner Kolonien Rechnung getragen, indem es im Laufe der Zeit 
ihnen immer größere Rechte einräumte und sogar der Eingeborenenkolonie 
Indien weitgehende Zugeständnisse hinsichtlich der inneren Verwaltung machte. 
So vollzog sich in der Struktur des englischen Kolonialreiches eine langsame 
Umwandlung, durch die dieses in seinen wesentlichen und größten Teilen zu 
ginem neuen, in seinen Gliedern politisch gleichwiegenden neuen Weltreich, zum 
britischen „Commonwealth of Nations“ wurde. Seine Einheit trat zum ersten 
Male in der gemeinsamen Beteiligung am Weltkrieg offenkundlich hervor. die 
1 Kanada erhielt als „Dominion“ schon 1867 Selbständigkeit der inneren Verwaltung, die 
australischen Kolonien erreichten dasselbe mit ihrem Zusammenschluß zum „Commonwealth of 
Australia“ 1901. Von diesem Zeitpunkt an nennen sich die ehemaligen sechs Kolonien „Original 
States“. Die 1910 entstandene „Südafrikanische Union“ erhielt eine ähnliche staatsrechtliche 
Stellung, obgleich ihre weiße Bevölkerung erst 22% der Gesamtvolkszahl beträgt.
	        

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Weltwirtschaftliche Und Politische Erdkunde. Hirt, 1929.
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