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Einführung in das Studium der Konjunktur

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Bibliographic data

fullscreen: Einführung in das Studium der Konjunktur

Monograph

Identifikator:
182786852X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-221612
Document type:
Monograph
Title:
Deutscher Industrie- und Handelstag
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Liebheit & Thiesen
Year of publication:
1930
Scope:
45 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Einführung in das Studium der Konjunktur
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die Erklärungen der Wirtschaftskrisen und des Konjunkturwandels
  • Zweiter Abschnitt. Der Ablauf der Konjunktur in Deutschland seit der Begründung des Reiches
  • Dritter Abschnitt. Der Einfluß des Konjunkturwandels und der Krisen auf die Volkswirtschaft
  • Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik
  • Fünfter Abschnitt. Ausblick

Full text

4. Die Prognose des Konjunkturwandels. 
213 
vor allem verschärft durch die Bankkrisis in Amerika, über den 
Konjunkturumschwung nirgends mehr ein Zweifel sein konnte. 
Faßt man zusammen, so ist es deutlich erkennbar, daß die ersten 
Symptome des kommenden Umschwunges sich auf dem Geldmärkte 
gezeigt haben und von dort auf den Baumarkt und die Börse Über 
griffen. Festzuhalten ist auch die Tatsache, daß die weitere Ent 
wicklung der Hochkonjunktur im Jahre 1906 sich gegenüber dem 
Vorjahre verlangsamt hat. Eine gewisse Höhe des Zinsfußes muß 
die Unternehmungslust beeinträchtigen. Die Spannung auf dem Geld 
märkte gibt Zeugnis von dem Mißverhältnis zwischen Kapitalbildung 
und Kapitalbedarf. Zieht man in Betracht, daß in diesen Endzeiten 
der Hausse die Preise von Rohmaterialien, Halbfabrikaten und Löhne 
sehr hohe sind, daß damit ein immer weiter steigender Geldbedarf 
bei Fortdauer derselben entstehen muß, so ergibt sich, daß eine 
gute industrielle Konjunktur und eine solche Spannung auf dem 
Geldmärkte auf die Dauer nicht nebeneinander hergehen können. 
Man hat deshalb schon im Herbste 1906 mit Recht in diesen schwie 
rigen Geldverhältnissen die Sturmzeichen eines kommenden Kon 
junkturwandels erblickt, ohne Rücksicht darauf, daß in dieser Zeit 
und noch Monate weiterhin die Beschäftigung der Industrie eine 
gute war und die Bestellungen noch reichlich einliefen. Der erste 
Abbruch der industriellen Konjunktur erfolgte dann dorten, wo die 
teuren Zinssätze erfahrungsgemäß am härtesten empfunden werden, 
auf dem Baumarkte. Hier ging die Beschäftigung schon in einer 
Zeit zurück, wo von einem allgemeinen Rückgang in der Industrie 
noch nichts zu spüren war, und die ersten Ansätze zu einem Rück 
gang in den Aufträgen in der Eisenindustrie setzten bei den Trägern 
ein, bei den Gütern, deren Bedarfshöhe in erster Linie von den Ver 
hältnissen auf dem Baumarkte abhängig ist. 
In der gleichen Weise wollen wir nun betrachten, welches die 
ersten Symptome bei dem K o nj unk tu r ums ch w un g des 
Jahres 1913 gewesen sind. Die Jahre 1910—1912 hatten für 
Deutschland, wie wir oben gesehen haben, eine günstige wirtschaft 
liche Entwicklung gebracht. Von Ende 1912 ab begannen sich die 
allerersten Anzeichen des Umschwunges zu zeigen, welcher dann im 
Jahre 1913 auch tatsächlich eintrat. Das oben genannte Buch von 
Feiler hat uns diese ganze Periode eingehend geschildert und im 
folgenden wird Gelegenheit sein, mancherlei Gebrauch von seinen 
Darlegungen zu machen. Von dem Jahre 1912 schreibt er, daß es 
zugleich ein Jahr der Hochkonjunktur, aber auch ein Jahr der be 
ginnenden Reinigung war. „Die Konjunktur hatte ihren Gipfel er
	        

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Einführung in Das Studium Der Konjunktur. G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung, 1925.
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