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Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

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Bibliographic data

Full text: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
183051623X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-222122
Document type:
Monograph
Author:
Wood, Gordon L. http://d-nb.info/gnd/1239193688
Title:
Borrowing and business in Australia
Place of publication:
London
Publisher:
Oxford university press, H. Milford
Year of publication:
1930
Scope:
xv, 267 Seiten
graph. Darst.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Part II. Prosperty and crisis after the gold discoveries
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

8. Der Suczkanal. 
459 
Es ist ein tragisches Moment: im Grunde hat der Kanal Ägypten die Selbst 
ständigkeit gekostet, — freilich nicht zum Schaden von Land und Leuten. 
Der Kanal, der durch Vertrag der Mächte vom 22. Dezember 1888 für neutral 
erklärt wurde, hat sich technisch, kommerziell und finanziell glänzend bewährt. Der 
Verkehr stieg von nicht ganz % Million Tonnen nach und nach auf 12 Millionen 
Tonnen. Bereits 1885 wurde an seine Verbreiterung und Vertiefung gegangen, — 
Arbeiten, die über 11 Millionen Kubikmeter Erdbewegung beanspruchten, mehr als die 
erste Anlage. 
Der Kanal ist allmählich von 8 m auf 9 m vertieft worden, und von 1905 an 
wird kein Schiff gezwungen sein, mehr als 5 km zu durchlaufen, ohne eine Ausweich 
stelle zu finden, an der die größten Fahrzeuge aneinander vorüberkommen können. Der 
Kapitalaufwand betrug bis Ende 1902 rund 594 Millionen Francs. Die Dividende 
stieg von 5% allmählich auf 25%. Die Gebühren konnten von 13 Frs. im Laufe 
der Zeit auf 8 % Frs. pro Registertonne herabgesetzt werden?) Ein Schiff von der 
durchschnittlichen Größe von rund 3000 Tonnen zahlt jetzt 25 500 Frs. So beträchtlich 
der Kanalzoll erscheint, so wird er doch schon durch die Ersparnis ausgewogen für die 
Versicherung, die die Fahrt um das Kap der guten Loffnung, die je nach dem Aus 
gangspunkt 20—40 Tage länger braucht, mehr kostet. Letztere besteht gleichwohl in 
alter Stärke fort, so daß sozusagen nur der Verkehrszuwachs dem Kanal zufällt. Der 
Grund liegt darin, daß das Rote Meer für Segler ganz unbrauchbar ist und diese 
nach wie vor den Weg um das Kap nehmen. Bei Massengütern, die nicht eilen, 
können sie doch gut konkurrieren. Der Amstand, daß nur Dampfer durch den Kanal 
gehen können, hat neben anderen Arsachen sehr dazu beigetragen, die Ausdehnung der 
Dampfschiffahrt im Weltverkehr so sehr zu beschleunigen; die Wegabkürzung und die 
schnelle Fahrt aber haben die ostafrikanische, süd- und ostasiatische wie australische Welt 
Europa wesentlich näher gerückt, die Frachten nach und von diesen Gebieten sind 
erheblich niedriger geworden und mit ihnen die Preise der Waren, das Mittelmeer 
und seine Läsen, eine Zeit lang der Weltschiffahrt entrückt, sind wieder mehr zur Be 
deutung gelangt, Genua und andere Plätze sind mächttg cmporgeblüht. 
•) Die Ermäßigung der Kanalgebühr von 9 Lrs. auf 8,50 Frs. pro Rettoregistertonue vom 
I. Januar *903 ab verursachte für das Jahr (903 einen Ausfall von über 5% Millionen Francs 
in den Einnahmen. Infolge großer Getreidetransporte aus Indien nach Europa und bedeutender 
Kohlen- und anderer Transporte von Europa nach Asien vor dem Kriegsausbruch zwischen Japan 
und Rußland stieg der verkehr so, daß die Einnahme aus den Kanalgebühren doch (00992920 $rs. 
((902: (0(025(58 Frs.) erreichten. Die Zahl der Paffagiere betrug nach der definitiven Feststellung 
(96 02$ und die Einnahme aus der Passagierabgabe (960293 Frs. Da man im Jahre 1902 vor 
sorglich (290 975,75 Frs. auf neue Rechnung übertragen hatte, manche Einnahmen und Ausgaben 
sich (903 etwas günstiger als (902 gestalteten, war man in der Lage, pro (903 eine Rettodividende 
von 26 % (gegen 25% im Vorjahr) zu verteilen. Die Aktionäre erhielten so 2 (78$00 Frs. mehr 
als im Vorjahr, für die übrige» Bezugsberechtigten ergaben sich analoge Mehrbezüge.
	        

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Der Pommersche Landbund. Vorstand des Deutschen Landarbeiter-Verbandes, 1920.
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