Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung

Monograph

Identifikator:
1885646178
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-253324
Document type:
Monograph
Title:
Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Year of publication:
1908
Scope:
VI, 154 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Entstehung und Bedeutung der Preußischen Städteordnung
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die deutschen Städte im Mittelalter: Ihre Blütezeit
  • Zweiter Abschnitt. Die deutschen Städte im 16. und 17. Jahrhundert: Die Korruption der städtischen Verwaltung
  • Dritter Abschnitt. Die preußischen Städte im 17. und 18. Jahrhundert: Vernichtung städtischer Freiheit
  • Vierter Abschnitt. Die preußische Städteordnung vom 19. November 1808

Full text

88 
ja wo nur, wie im leichten Gespräch geschieht, darüber hingewinkt oder 
nur gelächelt ward, Stein immer als der Fürst und der andere oft nicht 
viel über dem Diener zu stehen schien. Da empfand man klar, dies war 
ein Gebiet, auf welchem der Herzog sich fremd fühlte, oder vielmehr, wo 
er sich mit allen Sitten und Gewohnheiten auf sein gemeines Feld ver⸗ 
lief und verlor. 
Der Herzog erzählte eine Menge anstößlicher Geschichtchen von dem 
Dichter Zacharias Werner, welcher eine Zeitlang unter seinen Augen 
gelebt hatte, alles in seiner leichtfertigen, lockern Weise, so daß dem 
Freiherrn der Kamm schwoll: „Der arme, dünnschälige Kerl,“ sagte der 
Herzog, „hatte sich eingebildet, er könne und müͤsse in einer Art körper⸗ 
licher Seelenwanderung durch alle möglichen weiblichen Naturen den 
Durchgang machen, bis er die finde, welche Gott recht eigentlich für ihn 
geschaffen habe. Das war so seine poetische Naturlehre.“ Stein fiel 
ihm hier ein: „Sie sollten sagen, es war eine fürstliche.“ Der Herzog 
schloß mit Nutzanwendung, daß eigentlich jeder Mann Ähnliches duch 
zemacht habe, „und Sie — wendete er fich zu Stein — haben auch 
wohl nicht immer wie Joseph gelebt.“ — „Wenn das wäre,“ erwibert 
Stein, „so ginge das niemand etwas an, aber immer habe ich Abscheu 
vor schmutzigen Gesprächen gehabt und halte es nicht für passend, daß 
ein deutscher Fürst dergleichen vor jungen Offizieren — es saßen mehrere 
solche neben älteren Männern da — so ausführe.“ Der Herzog ver⸗ 
stummte, und es erfolgte eine Totenstille. Nach einigen Minuten fuhr der 
Herzog mit der Hand über das Gesicht und setzte, als sei nichts vor— 
gefallen, die Unterhaltung fort: den Anwesenden aber war heiß und kalt 
geworden. — 
Stein trat nicht wieder in die große, weite, bunte öffentlichkeit des 
Lebens hinaus; er blieb zu Hause. Aber er blieb nicht zu Hause, um 
den Reft seiner Tage im Genuß gemeinen Müßiggangs zu verleben. 
Ihm waren für eine fernere Wirksamkeit höchste Ehren angetragen worden. 
Metternich wollte ihn zum Präsidenten des deutschen Bundestags machen, 
Preußen zu seinem Syrecher und Vertreter bei demselben:er lehnte 
das ab. 
Stillsitzen, im stillsitzenden Genuß eines reichen Schloßherrn, der 
sich mit Reiten und Jagen, mit Schmäusen und Festgelagen zu Hause 
und bei den Nachbarn der guten Tage genug machen gekonnt hätte — 
das konnte dieser Mann nicht. Da er keine große, ministerliche oder 
diplomatische Tat mehr tun konnte noch tun wollte, so sann er sogleich, 
als ihm ein erster Ruhetag des getümmelvollen Lebens erschienen war, 
doch wieder auf eine recht tüchtige, deutsche Tat: auf die Samm— 
lung und Herausgabe der Urkunden und Schriftdenkmäler 
der deutschen Geschichte des Mittelalters — der Monumenta 
Germaniae. Da habe ich den Mann gesehen in seinem nassauischen
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Kommunalbesteuerung in Italien. Verlag von Gustav Fischer, 1915.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.