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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

fullscreen: Neueste Zeit (Abt. 3)

Monograph

Identifikator:
826610137
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-78190
Document type:
Monograph
Author:
Reitzenstein, Eduard
Title:
Ueber einige Verwaltungseinrichtungen und das Tarifwesen auf den Eisenbahnen Englands
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Vahlen
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (V, 212 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • I. Entstehung und erste Entwicklungsperiode des modernen Bürgertums
  • II. Neue Gesellschaft, neues Seelenleben

Full text

292 
Zweiundzwanzigstes Buch. 
„Die Frauen müssen wohl prüde bleiben,“ heißt es im 
Athenäum, „so lange Männer sentimental, dumm und schlecht 
genug sind, ewige Unschuld und Mangel an Bildung von ihnen 
zu fordern. Denn Unschuld ist das Einzige, was Bedeutungs⸗ 
losigkeit adeln kann.“ Und an anderer Stelle des Athenäums 
findet sich schon die folgende Würdigung: „Die Frauen haben 
durchaus keinen Sinn für die Kunst, wohl aber für die Poesie. 
Sie haben keine Anlage zur Wissenschaft, wohl aber zur 
Spekulation. An Spekulation, innerer Anschauung des Un— 
endlichen fehlte es ihnen gar nicht, nur an Abstraktion, die sich 
weit eher lernen läßt.“ Eine merkwürdige Ähnlichkeit des 
Urteils verknüpft diese Stelle mit Beobachtungen, die man für 
die deutsche Urzeit machen kann, da die Frauen zum großen 
Teile noch Trägerinnen der geistigen Überlieferung der Nation 
waren: wer wird in diesem Zusammenhange nicht an das 
taciteische Aliquid sancti erinnert? 
Freilich: die Lockerung der geschlossenen Familienbande 
und die erste subjektivistische Emanzipation der Frauen, Ereig— 
nisse von segensreichster Wirkung für die Fortbildung der Nation 
hinein in ein neues Zeitalter, waren nicht frei von bedenklichen 
Nebenerscheinungen. 
Schon während des Dreißigjährigen Krieges und nach 
ihm war unter der Decke einer rigorosen Sitte vielfach Sitten⸗ 
losigkeit eingerissen. Ein Geschlecht, das die schmutzigen Romane 
Talanders und seinesgleichen las und die Schlüpfrigkeiten der 
zweiten schlesischen Dichterschule gierig verschlang, muß innerlich 
Mangel an wahrer Moral gelitten haben. Und in der bürger⸗ 
lich-aristokratischen Kultur, die sich nunmehr einstellte, begann 
sich sehr bald eine Atmosphäre offener Frivolität zu entwickeln: 
nichts charakteristischer, als daß von Rohr in seiner Zeremonial⸗ 
wissenschaft (1730) schon von dem Uberhandnehmen der „Ge— 
wissensehen“ sprechen kann. Und wirkte um diese Zeit nicht 
auch die steigende Mätressenwirtschaft der Fürsten auf Bildung 
und Bürgertum ein? 
Auf diesem Grunde erwuchs in der Zeit entfesselter neuer 
Regungen des Seelenlebens, vornehmlich seit den sechziger
	        

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Neueste Zeit. Heyfelder, 1906.
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