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Denkschrift der Ersten k. k. privilegirten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zur Erinnerung ihres fünfzigjährigen Bestandes

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Bibliographic data

fullscreen: Denkschrift der Ersten k. k. privilegirten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zur Erinnerung ihres fünfzigjährigen Bestandes

Monograph

Identifikator:
844100943
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-94613
Document type:
Monograph
Title:
Denkschrift der Ersten k. k. privilegirten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zur Erinnerung ihres fünfzigjährigen Bestandes
Place of publication:
Wien
Publisher:
Selbstverl.
Year of publication:
1881
Scope:
1 Online-Ressource (95 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Denkschrift der Ersten k. k. privilegirten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft zur Erinnerung ihres fünfzigjährigen Bestandes
  • Title page

Full text

Die Donau bricht sich durch einsame Gebirge Bahn, wälzt dann ihre Wellen 
durch eine unübersehbare Ebene, die sie oft, soweit das Auge reicht, in einen See 
verwandelt und von der sie, ungebändigt und ungeregelt, wie sie ist, alles Leben 
weithin verbannt. Wo sie aber Wald und Wiese und Feld wieder segnen könnte, 
wie unterhalb der Felsen des Eisernen Thores, da hat Krieg und Elend seit Jahr 
hunderten eine einst üppige Cultur arg geschädigt. Was sollte da den Schiffer 
zu langer Fahrt nach Gegenden locken, in denen er nicht selten kaum des 
eigenen Lebens Bedürfniss fand? Und dabei ist weder der Heimtücke des Donau 
wassers, das in raschem Wechsel des Gefälles hier die Ufer aushöhlt, dort breite 
Sandbänke ablagert, welche den Fluss in zahlreiche Arme theilen und die Trag 
kraft des Wassers vermindern, noch der zahlreichen Felsenriffe gedacht, die, theils 
im Wasser verborgen, die Schiffahrt gefährlich gestalten, theils zu grossen Felsen 
bänken sich erweiternd, die Durchfahrt nahezu unmöglich machen. Was Wunder, 
wenn da die Donauschiffahrt sich immer wieder auf kurze Strecken beschränkte, 
innerhalb welcher Flösse und Ruderschiffe in der Thalfahrt von der Strömung 
getragen, in den seltenen Fällen der Bergfahrt aber von Thier- oder Menschenkraft 
gezogen wurden. — 
Fast scheint es, als ob man anfänglich bei uns auch der Dampfschiffahrt 
keine höheren Ziele hätte stecken wollen, obgleich gerade die Dampfkraft das Mittel 
bot, frei und unabhängig von Lage und Bedürfniss, durch sich selbst zu wirken 
und die Menschen, denen sie ganz neue Handelsgebiete erschlossen sollte, schaffend 
und werbend mit sich fortzureissen. Doch es schreckte hauptsächlich die Höhe des 
Capitals, das nach den bisherigen Erfahrungen erforderlich war, um den neuen 
Motor der Ortsveränderung auf der Donau mit Erfolg in Anwendung zu bringen. 
In der That, in der Capitalsarmuth Oesterreichs lag nicht das letzte, nicht 
das geringste Hemmniss, welches sich der raschen Einbürgerung der Dampfkraft 
entgegenstellte. An Einzelne war nicht zu denken, wo grosse Gesellschaften kaum 
auszureichen vermocht hätten. 
Die Capitalsassociation aber war in Oesterreich damals noch wenig beliebt, 
das Actienwesen selbst jenen Kreisen noch nicht geläufig, zu deren Attributen 
heutzutage die genaueste Kenntniss desselben gehört. Wohl waren 1816 die Oester- 
reichische Nationalbank auf Grund einer Capitalsassociation in’s Leben gerufen 
und einige Sparcassen gegründet worden; der wirthschaftliche Gedanke, die wer 
bende Kraft der Actie hatte aber noch nirgends einen klaren oder doch wenigstens 
noch keinen zur Nachahmung aufmunternden Ausdruck gefunden. Und noch weniger 
war damals das System der staatlichen Zinsengarantie gekannt. Die Staatsverwaltung 
glaubte schon ein Uebriges zu thun, wenn sie die zollfreie Einfuhr der Dampf-
	        

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