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Gesetz betreffend Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben

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Bibliographic data

fullscreen: Gesetz betreffend Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben

Monograph

Identifikator:
882692321
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-5020
Document type:
Monograph
Author:
Agahd, Konrad http://d-nb.info/gnd/116256575
Schulz, Max von http://d-nb.info/gnd/1033198951
Title:
Gesetz betreffend Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben
Edition:
Zweite Auflage, neub bearbeitet
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1904
Scope:
1 Online-Ressource (X, 168 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Kommentar zum Reichsgesetz, betreffend Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben vom 30. März 1903
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Gesetz betreffend Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Betrachtungen zum Kinderschutzgesetz
  • Zweiter Teil. Kommentar zum Reichsgesetz, betreffend Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben vom 30. März 1903
  • Index

Full text

II. Beschäftigung fremder Kinder § 8. 
83 
abgelehnt. Mit diesen Abänderungen und mit der jetzigen Fassung der Abs. 1 
wurde der Paragraph van Kommission und Reichstag angenommen. 
2. Der Paragraph betrifft die Beschäftigung fremder Kinder (§§ 1 n. 3) 
stIS Lausburschen und Laufmädchen in allen gewerblichen Betrieben, 
auch in den im § 4 und seiner Anlage aufgeführten, sonst für die Be 
schäftigung von Kindern verbotenen Betrieben. Rohmer S. 820; Neukamp 
S. 21- 
Für die völlig verbotenen Wertstätten und Betriebe tut strenge Kon 
trolle not, denn die Gefahr, daß z. B. ein mit dem Austragen von Farben 
beschäftigtes Kind auch zum Mischen und Mahlen der Farben benutzt tvird, 
liegt ebenso nahe, wie die Beschäftigung der fremden Jungen im Schlacht 
hause, wenn er Fleisch austrägt. 
Im übrigen lauten die Motive S. 20 und 21: 
„Bei den im Jahre 1898 angestellten Erhebungen wurde nicht ermittelt, 
in welchen Gewerbszweigen die Beschäftigung als Austräger, Laufbursche und 
Lausmädchen stattfand. 
Wegen der Gleichartigkeit der Verhältnisse kann die Regelung nicht auf 
das Austragen von Waren und sonstige Botengänge für die in den §§ 4 
bis 7 bezeichneten Betriebe beschränkt bleiben, sie soll vielmehr auch dann 
Anwendung finden, wenn diese Tätigkeit in anderen gewerblichen Betrieben 
ausgeübt wird. 
Übrigens handelt es sich hier im Wesentlichen um die Beseitigung 
der Mißstände, die sich aus der Beschäftigung in den frühen Morgen- und 
späten Abendstunden ergeben. An und für sich ist die Arbeit bei Boten 
gängen — abgesehen von den Großstädten, wo das viele Treppensteigen er 
schwerend ins Gewicht fällt — leichter, als die Beschäftigung in den vor 
genannten Betrieben {§§ 4 bis 7), zumal die Kinder dabei in die frische Lust 
kommen. Die Altersgrenze konnte daher auf das zehnte Lebensjahr herab 
gesetzt und die Beschäftigung von Kindern zwischen zehn und zwölf Jahren 
ebenso wie die Beschäftig>mg von Kindern über zwölf Jahre in Werkstätten 
geregelt werden, auch konnte nachgelassen werden, daß Kinder über zwölf Jahre 
auch außerhalb der Schulferien bis zu vier Stunden täglich beschäftigt werden 
dürfen. Mit Rücksicht auf die große Zahl der gegenwärtig beim Austragen 
von Zeitungen und Backtvaren in der Frühe beschäftigten Kinder mußte ferner 
eine Befugnis zur Gewährung von Ausnahmen hinsichtlich des Beginns der 
Beschäftigung für Kinder über zwölf Jahre zur Erleichterung des Überganges 
für die ersten fünf Jahre nach dem Erlasse des Gesetzes vorgesehen werden. 
3. In den in KZ 4—7 bezeichneten und in anderen gewerb 
lichen Betrieben: s. Anm. 2. 
4. Finden die Bestimmungen des Z 5 entsprechende An 
wendung: Siehe Anm. zu Z 5. Also: Schutzalter 12 Jahre, drei 
stündige Arbeit täglich. Ferien 4 Stunden. Sonntagsruhe 
nach § 9 Abs. 3. Um Mittag 2 Stunden Pause. Beginn der 
6*
	        

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Oeuvres Complètes. Guillaumin, 1847.
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