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Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

Monograph

Identifikator:
883967979
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-3049
Document type:
Monograph
Author:
Gehrke, Franz
Title:
Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 121 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Verhältnisse in Deutschland
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • I. Fundstätten
  • II. Die Verhältnisse in Deutschland
  • III. Preisgestaltung

Full text

68 
Ende 1905 wurde übrigens im Süden des Königreichs Sachsen, 
in der Amtshauptmannschaft Schwarzenberg, und Anfang 1906 auch 
in andern Bezirken das Verbot des Fahrens mit Tankwagen wieder 
aufgehoben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass dies auf die Vor 
stellungen der Petroleum-Produkte A.-G., der Gegnerin der D.-A. 
P.-G., oder der P.O.G. hin geschah, da diese Gesellschaften schon 
damals sich rüsteten, mit dem Strassenwagenbetrieb in jener 
Gegend gleichfalls vorzugehen. 1906 nahmen ihre Absichten feste 
Formen an. 
c) Für und Wider. 
Die Einführung des Tankbetriebes war der Todesstoss für 
die wenigen noch im Petroleumhandel tätigen Grossisten. Die 
den Kleinhändlern gebotenen Vorteile gegenüber dem früheren 
Bezug in Fässern lagen so klar auf der Hand, dass schon eine 
tüchtige Dosis geschäftlicher Kurzsichtigkeit oder Hass gegen 
Neuerungen dazu gehörte, sie zu übersehen. 
Insbesondere hatten die Detaillisten jetzt die Sicherheit, nicht 
übervorteilt zu werden. Ganz abgesehen davon, dass sie früher 
»rein amerikanisches Oel« kauften und in nicht seltenen Fällen 
anstatt dessen in Wirklichkeit ein Mischöl erhielten, gaben ihnen 
der direkte Bezug, die automatische Kontrolluhr des Tankwagens 
und die geaichten plombierten Kannen beim Kannenwagen-Be- 
triebe die Gewähr, das gekaufte Quantum reines Oel auch tat 
sächlich zu erhalten. Beim Fasshandel war dies ganz anders ge 
wesen. Da steckte der Gewinn des Zwischenhändlers nur zum 
Teil in der Differenz zwischen Ein- und Verkaufspreis; zum Teil 
steckte er auch in der Art der Berechnung. Besonders wenn 
das Fass über Land transportiert werden musste, krähte kein 
Hahn darnach, ob das fakturierte mit dem wirklichen Gewichte 
auch übereinstimmte. Untergewicht entstand eben auf dem Trans 
port. Sodann war die Füllung des Fasses von Pfinfluss. Die zum 
Abzug gebrachte Tara betrug stets 20 % des Bruttogewichts. Die 
vollen Passer haben ein Durchschnittsgewicht von etwa 180 kg 
brutto, also von 144 kg netto. Wurde aber, was häufig vorkam, 
das Fass, dessen Eigengewicht ja leicht festzustellen ist und in 
diesem Falle mit 40 kg angenommen sei, genau bis zu z. B. 
180 kg gefüllt, so war das zur Berechnung gelangende Netto 
gewicht 144 kg, während der wirkliche Inhalt nur 140 kg war. 
Die Differenz von 4 kg war Reinverdienst des Verkäufers.
	        

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Die Neuere Entwicklung Des Petroleumhandels in Deutschland. Verlag der H. Laupp’schen Buchhandlung, 1906.
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