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Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Die Pariser Börse
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Kapital
  • Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Ware und Geld
  • Zweiter Abschnitt. Die Verwandlung von Geld in Kapital
  • Dritter Abschnitt. Die Produktion des absoluten Mehrwertes
  • Vierter Abschnitt. Die Produktion des relativen Mehrwertes
  • Fünfter Abschnitt. Die Produktion des absoluten und relativen Mehrwertes
  • Sechster Abschnitt. Der Arbeitslohn
  • Siebter Abschnitt. Der Akkumulationsprozeß des Kapitals
  • Index

Full text

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Drittes Kapitel. 
nützlicher Form verausgabt sein oder sich als Glied der gesell- 
Schaftlichen Teilung der Arbeit bewähren. Aber die Teilung der 
Arbeit ist ein naturwüchsiger Produktionsorganismus, dessen Fäden 
hinter dem Rücken der Warenproduzenten gewebt wurden und sich 
lortweben. Vielleicht ist die Ware Produkt einer neuen Arbeits- 
weise, die ein neu aufgekommenes Bedürfnis zu befriedigen vor- 
Kibt oder auf eigene Faust ein Bedürfnis erst hervorrufen will. 
Sestern noch eine Funktion unter den vielen Funktionen eines und 
desselben Warenproduzenten, reißt sich eine besondere Arbeits- 
“Errichtung heute vielleicht los von diesem Zusammenhange, ver- 
Selbständigt sich und schickt eben deswegen ihr Teilprodukt als 
Selbständige Ware zu Markt. Die Umstände mögen reif oder un- 
Teif sein für diesen Scheidungsprozeß. Das Produkt befriedigt heute 
Sin gesellschaftliches , Bedürfnis. Morgen wird es vielleicht ganz 
°der teilweise von einer ähnlichen Produktenart aus seinem Platze 
verdrängt. Ist auch die Arbeit, wie die unseres Leinwebers, 
Pälentiertes Glied der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, so ist 
damit noch keineswegs der Gebrauchswert gerade seiner 20 Ellen 
Leinwand garantiert. Wenn das gesellschaftliche Bedürfnis für 
Leinwand, und es hat sein Maß, wie alles andere, bereits durch 
üebenbuhlerische Leinweber gesättigt ist, wird das Produkt unseres 
Freundes überschüssig, überflüssig und damit nutzlos. Einem ge- 
Schenkten Gaul sieht man nicht ins Maul, doch der Weber beschreitet 
Nicht den Markt, um Präsente zu machen. Gesetzt aber, der Gebrauchs- 
Wert seines Produktes bewähre sich und Geld werde daher an- 
S°2ogen von der Ware. Aber num fragt sich’s, wieviel Geld? Die 
Antwort ist allerdings schon vorweggenommen im Preis Cer Ware, 
dem Exponenten ihrer Wertgröße. Wir sehen ab von etwaigen rein 
Sübjektiven Rechenfehlern des Warenbesitzers, die auf dem Markt 
Sofort objektiv korrigiert werden. Er soll auf sein Produkt nur den 
Sesellschaftlich notwendigen Durchschnitt von Arbeitszeit veraus- 
8abt haben. Der Preis der Ware ist also nur Geldname des in ihr 
‚Srgegenständlichten Quantums gesellschaftlicher Arbeit. Aber olne 
Erlaubnis und hinter dem Rücken unseres Leinwebers gerieten die 
altverbürgten Produktionsbedingungen der Leinweberei in Gärung. 
Was gestern zweifelsohne gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit 
Zur Produktion einer Elle Leinwand war, hört heute auf es zu sein, 
Wie der Geldbesitzer eifrigst demonstriert aus den Preisnotierungen 
"Stschiedener Nebenbuhler unseres Freundes. Zu seinem Unglück 
8ibt’s viele Weber auf der Welt. Gesetzt endlich, jedes auf dem 
Markt vorhandene Stück Leinwand enthalte nur gesellschaftlich not. 
VYendige Arbeitszeit. Trotzdem kann die Gesamtsumme dieser 
Stücke überflüssig verausgabte Arbeitszeit enthalten. Vermag der 
Marktmagen das Gesamtquantum Leinwand, zum Normalpreis von 
2 Shilling pro Elle, nicht zu absorbieren, so beweist das, daß ein 
U großer Teil der gesellschaftlichen Gesamtarbeitszeit in der Form 
der Leinweberei verausgabt wurde. Die Wirkung ist dieselbe als
	        

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Der Produktionsprozeß Des Kapitals. J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H., 1928.
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