Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

4. Die Bedeutung des Scheckverkehrs. 
283 
schuft des Landes zur nutzbringenden Verwendung zur Verfügung stellt.*) Außer 
dem zahlt der Bankier dem Einleger Zinsen für sein Guthaben, trotzdem dieses jeder 
zeit zur Verfügung des Deponenten steht. Denn die Erfahrung hat gelehrt, daß von 
den Einlagen, obgleich sie ohne Kündigung abgerufen werden können, doch immer 
nur ein gewisser Teil zurückverlangt wird, so daß also der Bankier in der Lage ist, 
einen Teil der Depositen, und zwar den größeren Teil, seinerseits wieder auszu 
leihen. Er muß nur Sorge dafür tragen, daß er selbst bei starken Rückforderungen 
auch sofort zahlen kann, und er tut dies, indem er neben der Gewährung von Dar 
lehen und dem Ankauf von Wechseln einen Stock jederzeit realisierbarer Staats 
papiere (Konsols) unterhält. Die Verfügung über jene Guthaben seitens der De 
ponenten geschieht durch Schecks; wir bezeichnen also mit dem Namen „Scheck" die 
Anweisung, mit welcher der Inhaber das stündlich zu seiner Verfügung bei dem 
Bankier stehende Guthaben ganz oder teilweise abhebt. 
Heute ist diese englische Einrichtung über alle Staaten des europäischen Kon 
tinents und über Amerika verbreitet und in den meisten Kulturstaaten gesetzlich 
geregelt. 
Worin liegt nun der Vorteil des Scheckverkehrs? Wir vereinnahmen bei ihm 
Zinsen aus dem dem Bankier überantworteten Geld; wir sparen ferner beim Nehmen 
und Geben des Schecks die Zeit und Mühe des Geldzählens, die Unbequemlichkeit 
und Unsicherheit der Aufbewahrung im eigenen Hause, die Gefahr des Verlustes 
durch Falschzählen sowie die Verpackung und Versendung von Ort zu Ort. Der 
Scheck macht durch sein Eintreten in die Reihe der Zahlungsmittel andere Zahlungs 
mittel stei, indem er gewisse Beträge von Bargeld und Banknoten aus deren Zahl 
ausscheidet. Ein Franzose hat das Wesen des Schecks sehr treffend in einigen Sätzen 
zusammengestellt: „Sein Zweck ist", sagt er, „die Gelder, die sonst für die kommenden 
Bedürfnisse in Bereitschaft gehalten werden, aus ihrer Trägheit herauszureißen, sie 
in Umlauf zu setzen und nutzbar zu machen, dem Eigentümer, der sie bei dem Bankier 
hinterlegt, dem Bankier, der sie gewerblichen Unternehmungen vorschießt, dem Unter 
nehmer, der sie verwendet und fruchtbar macht, dem Arbeiter, welchem der Unter 
nehmer Arbeit besorgt, und dessen Wohlstand mit dem gleichzeitigen Wachstum des 
Wohlergehens des Arbeitgebers gefördert wird." 
In dieser Erklärung finden wir nun auch den zweiten volkswirtschaftlichen 
Nutzen des Schecks ausgedrückt: den Nutzen für die erwerbstätigen Klaffen der Be 
völkerung. Während der Bankier auf der einen Seite dem Scheckdeponenten Zinsen 
vergütet, verwertet er auf der anderen Seite dessen Gelder, indem er sie an Industrie, 
Handel und Gewerbe ausleiht und diesen Gelegenheit gibt, die Summe ihrer Pro 
duktionsmittel zu vergrößern und dadurch ihre Arbeit ertragsfähiger zu gestalten. 
Es handelt sich also nicht nur um den Zinsgewinn des Einlegers gegenüber dem 
vorher zinslos zu Hause gehaltenen Gelde, sondern auch um den Nutzen derjenigen, 
denen der Bankier die bislang brachliegenden und jetzt verfügbaren Gelder zur 
Verfügung stellt, also um den Nutzen des Produzenten, des Kaufmanns, des Fabri 
kanten und des Arbeiters, die dadurch in die Lage gesetzt werden, ihre geschäftliche 
Tätigkeit zu erweitern. 
Man hat wohl gesagt, der Scheckverkehr werde überschätzt, der beste Scheck sei 
die Banknote. Dieser Ausspruch ist aber falsch. Der Notenumlauf eines Landes 
*) Die Bedeutung des Schecks in England wird durch eine kleine Anekdote illustriert, 
die ein Spanier mitteilt. Auf seine Frage, worin der Unterschied zwischen einem »gsvtlewav" 
und einem „man", also einem Mann im allgemeinen Sinne bestehe, erhielt er die Antwort: 
„Ein „gentleman“ zahlt nie in barem Gelde, er hat stets sein Scheckbuch bei sich: der .man“ 
dagegen hat bares Geld in der Tasche, er kennt den Scheck nicht."
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.