Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
W
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

JZIUX 
Wachstuch 471 Walkerde 
Waben in den Stöcken erzeugt wird. — Wachs 
papier (lat. Charta cerata, frz. Papier cire, 
engl. Waxed Paper) ist mit geschmolzenem W. 
getränktes Papier. 
Wachstuch. Während das alte W. oder die 
Wachsleinwand wächserne Überzüge hatte, 
bestehen die heutigen Stoffe aus leichteren oder 
schwereren Baumwoll-, Leinen-, Werg- oder 
Jutegeweben, die mit einer biegsamen farbigen 
Firnisschicht überzogen und oft auch lackiert 
sind. Zu ihrer Herstellung werden die Gewebe 
in Rahmen eingespannt und zunächst mit einer 
Leim- oder Kleisterschicht grundiert, um die 
Poren des Gewebes zu schließen. Die auf die 
sen Untergrund aufgetragene erste Schicht von 
Firnisfarbe wird nach dem völligen Austrocknen 
mit Bimsstein ebengeschliffen und ebenso mit 
jeder folgenden verfahren. Die Zahl der auf 
zutragenden Schichten hängt von der Art und 
Stärke der Ware ab. Zum Schluß folgt ein 
Glanzfirnis oder eine Lackierung. Die einfarbi 
gen Waren sind meist schwarz oder doch dun 
kelfarbig und sehen in den feinen Sorten wie 
lackiertes Leder aus, an dessen Stelle sie häufig 
benutzt werden. Das meiste W. wird gedruckt 
oder sonst farbig gemustert und dient dann zu 
Fußbodenbekleidung und Wandtapeten, Möbel 
decken, zum Ausschlagen von Wagen und ähn 
lichen Zwecken. 
Wärmeöfchen, im Kriege aufgekommene Vor 
richtungen zum Wärmen der Hände, die sich, 
als recht zweckmäßig erwiesen haben, bestehen 
aus einer mit Filz umgebenen Metallröhre, in 
die ein glimmender Kohlenstift eingeschoben 
wird. Die Glühkohlen werden in der Weise 
hergestellt, daß man Lindenholzkohlenpulver 
mit Salpeter und Tragant oder einem anderen 
Bindemittel und Wasser zu einer plastischen 
Masse vermischt, in Stangenform bringt und 
trocknet. Nach dem Anzünden verglimmen die 
Stifte vollständig und bieten eine ziemlich lange 
anhaltende Wärmequelle. 
Wässer nennt man Flüssigkeiten, die zum 
Heilgebrauche oder zu kosmetischen 
Zwecken bestimmt sind. Die letzteren zerfallen 
hauptsächlich in Zahn- und Mundwässer, Kopf 
wässer und wohlriechende Wässer, i. Wässer 
zum Heilgebrauche, wie Bittermandelwasser, 
Kirschlorbeerwasser, Fenchelwasser, sind Aus 
züge der betreffenden Drogen, die bei der De 
stillation der ätherischen Öle gewonnen werden. 
S. die betr. Aufsätze. — 2. Kosmetische W., 
wohlriechende W. Die Zahn- und Mund 
wässer sind Mischungen bzw. Auflösungen 
von Myrrhen-, Katechu- oder Ratanhiatinktur, 
denen Thymol, Borsäure, Salizylsäure und aro 
matische Stoffe, wie ätherische Öle, zugesetzt 
werden. — Kopfwässer sind meist Auflösun 
gen oder Auszüge von Chinarinde, Perubalsam, 
gereinigtem Honig, Bayrumöl oder Borax mit 
Zusätzen von Franzbranntwein, Glyzerin, Ro 
senwasser usw. (z. B. Chinahaarwasser). — 
Wohlriechende W. zum Parfümieren und 
Zerstäuben sind Auflösungen von ätherischen 
Ölen und anderen Riechstoffen in verdünntem 
Weingeist, z. B. Kölnisches Wasser, Eau de 
Cologne. — Alle kosmetischen W. können ent 
weder Weingeist- oder ätherhaltig sein oder 
auch nur wäßrige Auszüge darstellen. 
Waid (Färberwaid, falscher Indigo, Fär 
berscharte, frz. Vouede, engl. Woad), eine 
zu den Kruziferen gehörige zweijährige 
Pflanze, Isatis tinctoria L., wurde früher zur 
Gewinnung des Indigos in großem Umfange 
angebaut. Schon im 13. Jahrhundert hatten Er- 
furt, Gotha und Arnstadt die Gerechtsame zum 
W.-Handel, und 300 thüringische Dörfer wid 
meten sich ihrem Anbau. Durch den Wett 
bewerb des Indigos gingen die Pflanzungen 
immer mehr zurück, und im Jahre 1906 hat 
auch die letzte Waidmühle Thüringens im Dorfe 
Pferdingsleben ihren Betrieb eingestellt. 
Waldmeister (Sternleberkraut, lat. Herba 
asperulae s. matrisilvae, frz. Asp^rule, engl. 
Wood ward) ist das Kraut von Asperula odo- 
rata L., einer in Mitteleuropa und Mittelasien 
weit verbreiteten, in schattigen, feuchten Wal 
dungen wild wachsenden Rubiazee. Der W. 
wird bis zu 40 cm hoch, der vierkantige Sten 
gel trägt die quirlständig, zu 6—9 stehenden 
lanzettlichen Blätter. Die Blüten sind weiß 
und an der Spitze des Stengels zu Dolden an 
geordnet. Das getrocknete Kraut wird im Dro 
genhandel als blutreinigender Tee und als Ge 
nußmittel angewandt. Frisch vor der Blüte ge 
sammelter W. dient zur Bereitung des Maitranks 
und der Maitrankessenz. Träger des Aromas 
ist das Kumarin (s. d.). 
Waldwolle (frz. Laine vdgetale, engl. Wool 
of pine), ein aus den grün eingesammelten Kie 
fern- und Föhrennadelngewonnener Faser 
stoff, dient in gröberer Sorte zum Polstern von 
Möbeln, Matratzen u. dgl., während die feineren 
einen Spinnstoff bilden, der allerdings bei der 
Kürze der Fasern (bis 50 mm) nicht für sich 
allein, sondern im Gemisch mit Wolle oder 
Baumwolle versponnen wird. Die daraus her 
gestellten Watten und Gewebe werden als eine 
Art Gesundheitsflanell besonders für Rheuma 
tismusleidende empfohlen, da sie den Körper 
gleichmäßig warm halten und Feuchtigkeit ab- 
wehren sollen. Das Ausbringen der Fasern aus 
den Nadeln geschieht durch Kochen mit Dampf 
und nachfolgende Bearbeitung in Schlagmaschi 
nen. Die sich beim Dämpfen ergebende Flüssig 
keit bildet eingedickt das Waldwollextrakt, 
richtiger Fichtennadelextrakt (s. d.), eine 
schwarzbraune, aromatisch-harzig riechende und 
bitter schmeckende Masse, die zu stärkenden 
Bädern gebraucht wird. Die abdestillierten flüch 
tigen Öle liefern das Waldwollöl oder Kiefer 
nadelöl, ein gelblichgrünes Öl, das zu Ein 
reibungen gebraucht wird, sich übrigens von 
Terpentinöl nur durch wenige Eigenschaften, 
namentlich den feinen Geruch, unterscheidet. 
Walkerde (Walkererde, frz. Terre ä fou- 
lon, epgl. Füllers earth), ein sehr fetter, sich 
seifenartig anfühlender Ton von weißlicher, 
gelblicher oder grauer Farbe, der sich in Wasser 
unter Ausstößen von Bläschen zu einem zarten 
Pulver zerrühren läßt, saugt begierig Fette ein 
und wird daher als Entfettungsmittel beim 
Tuchwalken, zur Anfertigung von Fleckkugeln 
u. dgl. benutzt. Sie findet sich meist als Ver 
witterungsprodukt des Diorits bei Roßwein in 
Sachsen, Riegersdorf in Schlesien, Vaels bei 
Aachen, Mohrenberg bei Weilburg, Cilly in 
Steiermark und in England.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.