Full text : Die Selbstkosten-Berechnung industrieller Betriebe

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rücksichtigung  der  Verzinsung,  der  Abschreibungen  und  einer  annähernd ­
  bestimmten  Rentabilität.
Das  Anlagekapital  ist  durch  die  Größe  der  Anlage,  die
Einrichtung  des  Betriebes  bedingt  und  ist  verhältnismäßig  einfach
zu  berechnen  (Einforderung  von  Voranschlägen,  Ermittelung  des
Grundstückpreises).  Mitzurechnen  sind  die  Zinsenverluste  während
der  Bauzeit.
Die  Bedarfsberechnung  des  Betriebskapitals  hat  Größe
(Menge,  Preise),  Raschheit  des  Umsatzes  (kürzere  oder  längere
Kreditfristen),  Notwendigkeit  der  Lagerhaltung  von  Fabrikaten,  Art
des  Betriebes  (ob  auf  Bestellung  oder  auf  Lager  gearbeitet  wird),
Größe  der  Betriebskosten  eines  Jahres,  Erzeugnisdauer  eines  Fabrikates ­
  (während  dieser  Zeit  wird  das  Kapital  festgelegt),  die  Schnelligkeit ­
  der  Kapitalbildung  durch  Gewinn,  schließlich  alle  Faktoren,
welche  die  Höhe  der  Selbstkosten  beeinflussen,  zu  berücksichtigen.
Mit  zu  berücksichtigen  ist,  daß  der  Kapitalbedarf  sich  nach  und  nach
ein  stellt,  dann  der  Rückf  luß  des  Kapitals  durch  Verkauf  der  Produkte, ­
  Anzahlungen,  Einziehung'der  Kaufgelder  und  vorzeitige  Liquidierung ­
  durch  Diskont  der  Kundenwechsel.
Die  Frage  der  Kapitalbeschaffung  bezieht  sich  auf  das  Kreditkapital,
  d.  h.  jenen  Betrag,  welcher  nach  Deckung  des  Geldbedarfes
durch  eigenes  Kapital  als  Erfordernis  übrig  bleibt.  Der  Unternehmer
wird  sich  über  die  Größe  des  Kreditkapitals  sowie  Art  der  Beschaffung ­
  (durch  Verwandte,  Banken,  Aufnahme  eines  tätigen  oder
stillen  Teilhabers,  Ausgabe  von  Aktien,  Obligationen,  Sicherstellung
des  Leihkapitals  durch  Hypotheken,  Bürgschaften,  Beleihung  fertiger
Produkte  usf.)  entscheiden.
Eine  richtige  Bemessung  des  Kapitals  ist  notwendig.  Das  Anlagekapital ­
  wird  eher  geringer  sein  müssen;  denn  eine  zu  kleine
Betriebsanlage  läßt  sich  später  leichter  vergrößern,  als  eine  verhältnismäßig ­
  zu  große  verringern.  Eine  dem  tatsächlichen  Bedarf
angepaßte  nachträgliche  Regelung  der  Größe  des  Betriebskapitals
ist  verhältnismäßig  einfach,  wenn  der  Kredit  nicht  schon  zu  Anfang
überspannt  wurde.  Darauf  ist  zu  achten,  daß  stets  für  die  Beschaffung ­
  flüssiger  Mittel  der  nötige  Spielraum  bleibt,  um  unvorhergesehenen ­
  Geldbedarf  jederzeit  decken  zu  können.
2.  Produktions-,  .Verwaltungs-  und  Verkaufskosten,  die  unter
Annahme  eines  bestimmten  Umsatzes  entstehen.  Dabei  sind  zu  berücksichtigen ­
  :  ortsüblicher  Tagelohn,  Rohstoffpreise,  Art  des  Verkaufes, ­
  kurz  alle  Faktoren,  die  auf  die  genannten  Berechnungselemente ­
  bestimmend  einwirken.
3.  Umsatz.  Zunächst  die  Frage,  wie  groß  muß  der  Umsatz
sein,  wenn  eine  bestimmte  Rentabilität  erzielt  werden  soll.  Zu  erwägen ­
  sind:  Absatzmenge,  voraussichtlicher  Bedarf  und  dessen  Ent-
            
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