Full text : Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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Der  Verband  der  Rabattsparvereine  Deutschlands,  @.  V.,  Sitz  Bremen,
setzt  hierdurch  2000  M.  aus  für  die  dem  Range  nach  besten  Arbeiten
über  das  Thema:  „Die  Konsumvereine  als  wirtschaftliche  und  nationale
Gefahr".  Wenn  es  nötig  ist,  einen  Preis  auszusetzen,  um  die  wirtschaftlichen ­
  und  nationalen  Gefahren  der  Konsumvereine  zu  beweisen,
so  scheint  der  Beweis  recht  schwer  zu  fallen,  bzw.  es  sind  wenige  Gefahren ­
  vorhanden.
III.  Unkosten,  preise  und  Rückvergütung.
Folgende  Tabelle  zeigt  uns  die  Entwicklung  der  Dnrchschnittsunkosten
  (einschl.  Abschreibungen  usw.)  der  Konsumvereine  des  Zentralverbandes ­
  in  Prozenten  vom  Umsatz?)

1903

9,6  o/o

1908

10,8  o/o

1904

10,2  o/o

1909

11,10/0

1905

10,3  o/o

1910

H,2o/o

1906

10,2  o/o

1911

ll,4o/o

1907

10,4  o/o

1912

ll,2o/o

1913

11,6  o/o. s )

Wir  sehen,  daß  die  Gesamtunkosten  von  9,6  o/o  irrt  Jahre  1903
auf  11,6  o/o  im  Jahre  1913  stiegen.  Im  Allgemeinen  Verband  stieg
der  Unkostensatz  der  Konsumvereine  von  6,6o/o  auf  7,5%  in  der  Zeit
von  1903—1912.  Die  niedrigeren  Unkosten  dieser  Vereine  dürften
in  der  Hauptsache  auf  die  in  diesem  Verbände  weniger  entwickelte
Eigenproduktion  zurückzuführen  sein.  Dasselbe  läßt  sich  vom  Reichsverbaitd
  sagen,  wo  im  Jahre  1913  die  Geschäftslasten  9,7%  betrugen.
Die  obigen  Zahlen  haben  deshalb  nur  einen  problematischen  Wert.
Selbst  wenn  wir  von  der  Eigenproduktion  absehen,  so  bleiben  noch
eine  Reihe  von  anderen  Faktoren  übrig,  die  man  berücksichtigen  müßte,
wollte  man  die  Frage  beantworten,  ob  die  eine  oder  die  andere  Gruppe
von  Konsumvereinen  mehr  oder  weniger  rationell  arbeitet.  Es  kann
ein  großer  Verein  bedeutend  höhere  Unkosten  in  Prozenten  des  Umsatzes ­
  haben  als  ein  kleiner  Verein,  ohne  gegen  das  wirtschaftliche
Prinzip  zu  verstoßen.  Jtt  ben  kleinen  Vereinen  geschieht  viele  ehrenamtliche ­
  Arbeit,  was  in  den  großen  Vereinen  nicht  in  demselben  Maße
der  Fall  ist.  Dadurch  können  große  Differenzen  in  der  Unkostengröße
entstehen.  Kleine  Vereine  haben  oft  nitr  6  oder  7  o/o  Unkosten,  vom
Umsatz  gerechnet,  große  Vereine  dagegen  8—10%  —  ohne  Rücksicht
auf  die  Eigenproduktion.  Auch  die  Prozentsätze  der  Abschreibungen
0  Zusammengestellt  nach  einer  Tabelle  des  Jahresberichts  des  Zentralverbandes ­
  für  das  Jahr  1913  S.  450.
ch  Die  Unkosten  der  Eigenproduktion  der  Konsumvereine  sind  zpm  großen
Teil  mit  einbegriffen  in  diese  Zahlen.
            
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