Full text : Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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man  vielleicht  auch  die  Kohlenlager  nennen,  deren  oft  mehrere  in  der
Stadt  verstreut  liegen.  Der  Hauptgrund,  der  zur  Unterhaltung  von
mehreren  Zentrallagern  führt,  ist  die  Fusion  von  Vereinen:  Die
Zentrallager  der  in  Fusion  getretenen  Vereine,  welche  oft  beide  mit
Bäckereien  verbunden  sind,  bleiben  als!  solche  für  den  bisherigen  Distrikt
bestehen.
Von  den  1129  zur  Statistik  berichtenden  Vereinen  des  Zentralverbandes ­
  deutscher  Konsumvereine  hatten  im  Jahre  1913  227  Zentrallager, ­
  also  nur  der  5.  Teil  der  genannten  Konsumgenossenschaften.
Davon  hatten  nur  wenige  Konsumvereine  mehr  als  ein  Zentrallager.
Nicht  immer  oder  sogar  selten  liegt  das  Zentrallager  mitten  im
Ortsgebiet.  Meist  liegt  es  außerhalb.  Das  erklärt  sich  daraus,  daß
die  meisten  Konsumvereine  noch  ganz  junge  Gebilde  sind,  die  zur  Errichtung ­
  eines  Zentrallagers  erst  seit  5  oder  10  Jahren  übergegangen
sind.  Aber  selbst  ältere  Konsumvereine,  die  mit  der  Stadt  emporgewachsen ­
  sind,  sind  meist  wegen  der  teuren  Platzverhältnisse  bei  notwendiger ­
  Vergrößerung  gezwungen,  an  der  Peripherie  der  Stadt  ein
neues  Zentrallager  zu  errichten.  Die  Konsumgenossenschaften  sichern
sich  meist  große  Terrains  für  die  Zukunft,  da  man  die  üble  Erfahrung
gemacht  hat,  daß  die  Genossenschaft  die  durch  ihre  Ansiedelung  hervorgerufene ­
  Grundrentensteigerung  nach  wenigen  Jahren  selbst  bezahlen ­
  muß.  —  Die  Zentrallager  haben  bei  den  großen  Vereinen  oft
50—100  ja  selbst  annähernd  200  Verteilungsstellen  zu  bedienen.  Im
Durchschnitt  haben  dagegen  die  Vereine  des  Zentralverbandes  nur
etwas  über  4  Verteilungsstellen.  Die  Durchschnittszahl  ist  im  Steigen
begriffen.^)
Die  Zentrale  besorgt  mit  wenigen  oder  gar  keinen  Ausnahmen
den  Einkauf.  Das  ist  selbst  bei  den  sächsischen  „Warenhäusern"  der

0  Anschließend  hieran  nenne  ich  nach  den  Geschäftsberichten  des  Jahres
1913  resp.  1912/13
die  Produktion  in  Hamburg
den  Konsumverein  Leipzig-Plagwitz
die  Konsumgenossenschaft  Berlin
die  „Eintracht"  in  Essen
die  „Wohlfahrt"  in  Essen
den  „Vorwärts"  in  Dresden
den  Breslauer  Konsumverein
den  Konsumverein  Chemnitz
den  „Vorwärts"  in  Bremen
den  Konsumverein  Dortmund-Hamm
usw.
Diese  Zahlen  dürften  sich  inzwischen  noch  bedeutend  erhöht  haben.

mit  182  Abgabestellen,
„  104
„  103
„  103
n  73  „
,,  117
„  84
32
„  26
49
            
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