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verglichen und bei Uebereinstimmung vom Lagerhalter durch Unterschrift
anerkannt. Das ist der in allen Vereinen eingeführte Monatsabschluß.
Aus dem Lagerhalterbuch werden die Endsummen in das Lagerhalterabschlußbuch
übertragen, in welchem am Ende des Geschäftsjahres
durch Einstellung der Kassen- und Güterbestände nach
der Jnventurliste der Abschluß mit den Lagerhaltern gemacht wird.
Der Abschluß kann auch im Lagerhalterbuch gemacht werden, was das
Einfachere ist. Ergibt sich ein Fehlbetrag, so wird dieser bis zu einer
gewissen Grenze durch die Mankovergütung, welche den Lagerhaltern
gewährt wird, ausgeglichen.
Die Inventur wird vom Vorstand und Lagerhalter gemacht,
unter Kontrolle des Aufsichtsrats. In die Jnventurliste werden Einund
Verkaufspreise eingestellt, der eine der Bilanz wegen, der andere
für die Verrechnung mit dem Lagerhalter. Nach Fertigstellung der
Jnventurliste wird sie von den bei der Inventur beteiligten Personen
unterzeichnet.
3. Verkehrsmittel und Verkehrspersonal.
Alle größeren Konsumgenossenschaften haben ihren eigenen
Fuhrpark, obwohl, wie wir schon früher hörten, die eigene Spedition
den Vereinen zuweilen teurer kommt als die fremde. Die Eigenspedition
hat aber den Vorteil, daß die Anlieferung der Verteilungsgüter
an die Abgabestellen geregelter ist und überhaupt eine bessere
Kontrolle gestattet. Bei der großen Zahl der Verteilungsstellen und
den weiten Entfernungen, die besonders in Bezirkskonsumvereinen zu
überwinden sind, ist der Speditionsapparat mancher Konsumvereine
ziemlich kompliziert. Nehmen wir als Beispiel die „Produktiv n"
in Hamburg: Dieser Verein mit seinen 182 Abgabestellen hatte
Ende 1913 27 Lastwagen, 21 Brotwagen, 7 Lastzüge (kriegsmäßig^)
ausgerüstete Lastautos mit Anhänger), 3 Lastautomobile, 5 Brotautos,
2 Personenautos, außerdem für den Wasserverkehr 1 Barkasse
und 1 eiserne Schute. — Zu der Frage, ob der Beförderung mittels
Wagens oder inittels Automobils der Vorzug zu geben ist, heißt es in
einen: Geschäftsbericht der „Produktion", daß das Automobil wie
auch das Gespann erst bei einer zweckmäßigen Kombination zu
ihrer Höchstleistung gelangen: Für das Auto weite Touren, hohe Be-5
) Die Produktion erhielt im Jahre 1913 für ihre Kriegsautomobile
33 000 M. an Subventionen. Eine Reihe von andern deutschen Konsum-Vereinen
haben ebenfalls Kriegsautomobile. Die Proteste, die dagegen von
Konsumvereinsgegnern erhoben wurden, waren ohne Erfolg.