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ersten Entwicklungsstadium. Allerdings hat die dem Reichsverbande
angehörende „Großeinkaufszentrale deutscher Konsumvereine"
in Köln-Mülheim mit 9^ Millionen Mark im Jahre
1913 schon einen verhältnismäßig hohen Umsatz erzielt.
Als Verbandsorgane dienen die „Konsumgenossenschaft-I
i d) e Praxis" und „D er Ko nsu m v e r ei n". Ersteres entspricht
der „Konsumgenossenschaftlichen Rundschau" des Zentralverbandes,
ist aber noch nicht so weit ausgebaut wie diese; letzteres entspricht
dem Konsumgenossenschaftlichen Volksblatt". Beide Organe
erscheinen in der „Verlags- und Versicherungsgesellschaft
des Reich so er bau des deutscher Konsum vereine
m. b. H.", Köln-Mülheim.
Als Bankinstitut dient die Genossenschaftsbank in Bonn.
Eine Tabelle am Schluß des Buches zeigt uns die Entwicklung
der Konsumgenossenschaften in den verschiedenen deutschen Reichsverbänden.
Wir sehen daraus, daß der „Zentralverband deutscher Konsumvereine"
mit 1129 angeschlossenen Vereinen und 1 621 195 Mitgliedern
der weitaus stärkste konsumgenossenschaftliche Verband in
Deutschland ist. Die Zunahme im Jahre 1913 betrug allein 137 000
Mitglieder. Auch der Reichsverband zeigt eine gute Entwicklung, die
zu den besten Hoffnungen berechtigt. Der „Allgemeine Verband"
dagegen stagniert.
Was die prinzipielle Stellungnahme der drei Verbände zum
Warenverkehr der Erwerbsgeschäfte betrifft, so will der „Allgemeine
Verband" nur die Auswüchse der erwerbsmäßigen Warenvermittlung
beseitigen. Nur dort hält dieser Verband die Konsumvereine für berechtigt,
wo ein ivirkliches „Bedürfnis" vorliegt. Das ist die Meinung
der Verbandsleitung und der dem Verbände zugehörigen Produzentengenossenschaften,
die angeschlossenen Konsumgenossenschaften dagegen
errichten auch dort Verteilungsstellen, wo nicht die von der Verbandsleitung
gewünschten Voraussetzungen gegeben sind.
Der Zentralverband deutscher Konsumvereine sowie der Reichsverband
haben dagegen ausgesprochen sozialistische Tendenzenck°b) Ich
verstehe hier unter Sozialismus die Bedeutung des Wortes im revisionistischen
Sinne „die Bewegung zur, oder der Zustand der genossenschaftlichen
Gesellschaftsordnung".") Die beiden genannten Verbände
10 b) Offiziell in den Progranimen kommt das allerdings nicht zum
Ausdruck, wohl aber in der praktischen Betätigung, besonders beim Zentralverbande.
u ) Eduard B e r n st e i n. Die Voraussetzungen des Sozialismus und die
Ausgaben der Sozialdemokratie.