Full text : Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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die  Bestrebungen  auf  Bildung  von  Bezirkskonsumvereinen,")  die  eine
Etappe  auf  dem  Wege  zur  Gemeinwirtschaft  sein  sollen,  sowie  den
Ausschluß  der  Konkurrenz  beim  Wareneinkauf  für  unvereinbar  mit
I  Dem  wirtschaftlichen  und  sozialen  Grundgedanken  des  deutschen  Gej
  nossenschaftswesens."  Der  erste  Teil  der  Resolution  wird  aber  scheinbar ­
  von  den  größeren  Vereinen  des  Verbandes  wenig  beachtet.  Die
im  Allgemeinen  Verbände  organisierten  Konsumgenossenschaften  Görlitz ­
  und  Breslau  haben  z.  B.  auch  auswärtige  Berteiluugsstellen,  die
z.  T.  sogar  recht  weit  von  den  Zentralen  entfernt  sind.
In  den  beiden  anderen  Verbänden  kennt  man  dagegen  nur  eine
wirtschaftliche  Grenze  bei  der  Ausdehnung  der  Konsumvereine.
Mau  sucht  nicht  die  Entwicklung  der  Vereine  zu  hemmen  auf  Grund
eines  falsch  verstandenen  Demokratismus,  denn  es  handelt  sich  hier
um  nichts  anderes  als  einen  unökonomischen  Partikularismus.
IV.  Der  Internationale  Genossenschaftsbund.
Die  Intensität  der  Konsumgenossenschaftsbewegnng  in  den  verschiedenen ­
  Ländern  ist  sehr  verschieden.  England,  das  konsumgenossenschaftlichc
  Ursprungsland,  steht  auch  heute  noch  an  der  Spitze  der  Bewegung. ­
  Es  folgen  Deutschland  und  die  Schweiz.  Die  konsumgenossenschaftlichen ­
  Institutionen  dieser  Länder  dienen  den  anderen
Ländern,  wo  das  Konsumgenossenschaftswesen  vielleicht  wenig  oder
noch  gar  nicht  entwickelt  ist,  zuin  Vorbild.  Zu  dem  Zwecke,  Erfahrungen
in  dem  einen  Lande  auch  den  anderen  Ländern  nutzbar  zu  machen,
wurde  eine  internationale  genossenschaftliche  Organisation,  der  Internationale ­
  Genossenschaftsbnnd,  1895  in  London  gegründet.  Im  einzelnen ­
  hat  dieser  Bund  sich  folgende  Aufgaben  gestelltU)
a)  Feststellung  und  Propaganda  der  genossenschaftlichen  Grundsätze  und
Methoden.
b)  Ausbreitung  des  Genossenschaftswesens  in  allen  Ländern.
o)  Pflege  der  freundschaftlichen  Beziehungen  zwischen  den  Bundesgliedern.
d)  Ausbildung  und  Vereinheitlichung  der  genossenschaftlichen  Statistik.
sl  Erteilung  von  Auskünften  und  Förderung  von  Studien  über  alle  das
Genossenschaftswesen  betreffenden  Fragen.
f)  Förderung  von  Handelsbeziehungen  zwischen  den  genossenschaftlichen
Organisationen  der  verschiedenen  Länder.
Als  Mittel,  die  gesteckten  Ziele  zu  erreichen,  nenne  ich  nach  den
Bundesstatuten:  Kongresse,  Herausgabe  eines  Bundesorgans,  Sammlung ­
  von  Druckschriften,  Enqueten,  Erteilung  von  Auskunft  bezüglich

")  Vereine,  die  sich  aus  mehrere  Orte  erstrecken.
Nach  Z  3  der  Bundesstatuten.
            
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