Full text: Preußisches Landbuch

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wurden zunächst: die Stadt Meseritz (Geburtsort des Testators) mit 
20,000 Thlr. zu verschiedenen wohlthätigen Zwecken, das Waisenhaus 
zu Züllichau mit 12,000 Thlr., die Diakonissen-Anstalt Bethanien zu 
Breslau mit 6000 Thlr., die Prediger-Wittwenkaffe des Liegnitzer 
Fürstenthums mit 30n0 Thlr., die Prediger-Wittwenkaffe des Kreises 
Meseritz mit 2000 Thlr., die Schullehrer-Wittwenkaffe desselben Kreises 
mit 2000 Thlr., die Schullehrer-Wittweu- und Waisenkasse des Kreises 
Haynau mit 2000 Thlr., die Stadt Haynau zur Gründung eines 
Rettungshauses für verwahrloset«: Kinder mit 4000 Thlr., dortige ver 
schämte Arme mit 500 Thlr., die dortige evangelische Kirche und Schule 
mit je 100 Thlr., die Kirche zu Steudnitz mit 100 Thlr. 
v. Knobelödorffsche Stiftung. 
Der Landes-Aelteste v. W i e d e b a ch - N o st i tz - I ä n k e n d o r f auf Arnsdorf 
widmete (1860) auf den Wunsch seiner + Schwester Karoline Marie 
Elise verw. Majorin v. Knobelsdorfs 1000 Thlr. zur Ausbildung 
Taubstummer, vorzugsweise aus der Preußischen Oberlausitz. Das 
Kapital wird bei dem ständischen Fonds für milde Zwecke als v. 
Knobelsdorfssche Stiftung verwaltet. 
Kn ob tauch scher Prämienfonds. 
Baurath Knoblauch (f 1865) überwies dem Magistrat zu Berlin 
500 Thlr. mit der Bestimmung, daß die Zinsen davon als Prämie für 
Tischler-Lehrlinge, welche nach zurückgelegter Lehrzeit bei einem Jnnungs- 
meister ihre Prüfung mit Auszeichnung bestanden haben und der Unter 
stützung bedürftig sind, verwendet werden sollen. 
Knorr sch e Stiftungen, 
vom Baurath Friedrich Knorr zu Breslau (t 1847) mit etwa 25,000 Thlr. 
begründet und dotirt. Die erste Stiftung sollte das Kapital-Vermögen 
und den Ertrag der damals für 1800 Thlr. verpachteten Güter Obcr- 
und Nieder-Lnzine (Oels) erhalten. Hiervon sollten nach Berichtigung 
verschiedener Vermächtnisse \ der jährlichen Einnahme zur Bestreitung 
eines Theils des Eintrittsgeldes der in die Hospitäler zu St. Bern 
hardin und zum heiligen Geist aufzunehmenden, und } zur Vertheilung 
unter die in diese Hospitäler Aufgenommenen verwendet werden. Die 
zweite Stiftung sollte den Ertrag des in der Breiten Straße 25 zu 
Breslau belegenen Grundstücks beziehen und aus dem Fonds ein tüch 
tiger Orgelbauer zur Erhaltung der Breslauer bedeutenden Orgelwerke 
salarirt werden. Der dritten Stiftung sollte der Erlös verschiedener 
im Testament bezeichneten Sammlungen zufließen und aus den Zinsen 
des Fonds sollen alte, ohne ihr Verschulden verarmte Maurer und 
Zimmer-Polirer in die Hospitäler untergebracht werden. 
Knothesche Stiftung. 
Der Stadt-Syndikus, Justizrath Knot he (+ 1848) vermachte der 
Stadt Sagan 2700 Thlr. unter der Bedingung, daß mittelst dieses 
Kapitals eine „Justizrath Knothesche Stiftung" gebildet, der jähr 
liche Zinsen-Ertrag zunächst zur Krankenpflege und der etwanige Ueber-
	        
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