Full text : Preußisches Landbuch

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1810  höhere  Bürgerschule,  1831  Gymnasium,  seit  1865  in  einem  neuerbauten ­
  Hause.  Die  Anstalt  hat  ein  Vermächtniß  aus  dem  17.  Jahrhundert ­
  von  dem  Viecebürgermeister  I.  Schimmelpfennig  (s.  d.)
und  ein  Lamprechtsches  Stipendium.  Einzelne  Klaffen  haben  einen
Fonds  zur  Unterstützung  armer  Schüler  (Wiese  S.  54).
Kneiphöfscbes  KausmannS-Mannsstift  zu  Königsberg,
von  dem  Vorsteher-Amt  der  Kaufmannschaft  verwaltet  Auf  die  Stiftsstellen ­
  haben  alte,  verarmte  Kaufleute  christlicher  Religion  Anspruch,
welche  thren  letzten  Wohnsitz  ,n  dem  Kneiphöfschen  Stadtbezirke  gehabt
haben.  In  Ermangelung  derselben  können  auch  dergleichen  Kaufleute
aus  den  andern  beiden  Stadtbezirken  berücksichtigt  werden.
Kneiphöfsches  Wittwen-  und  Waisenstift  zu  Königsberg.
Ein  altes  Institut  mit  einzelnen  Familien-Stiftungen.  Löfflerschc,
für  Personen  zunächst  ans  der  Stadrath  Löffler  scheu  Familie,  v!
Sch  arden-Lieder  Ische  Familien-Stiftung  mit  23331  Thlr.  begründet ­
  von  der  1800  +  verw.  Kommerzien-Räthin  Kelch  geb.  Li  edert.
Es  sollen  aus  den  Familien  v.  Scharben  und  Licdert  je  eine
Person  eine  Wohnung  und  monatlich  jede  3  Thlr.  erhalten,  auch  außerdem ­
  an  den  sonstigen  Vortheilen  der  im  Stift  befindlichen  Personen
Theil  nehmen.  Die  Kollation  der  Stellen  steht  den  Familien-Aeltesten
  zu.

Joh.  Georg  Knie,
(geb.  1793  in  Erfurt,  +  26.  Oliti  1859)  wurde  Begründer  der  Blindenanstalt ­
  zu  Breslau.  Er  selbst  erblindete  als  achtjähriger  Knabe  an
den  Blattern,  ward  1809  in  die  Berliner  Blinden-Anstalt  aufgenommen,
studlrte  spater  m  Breslau  die  philologischen  Wissenschaften  und  widmete
stch  ganz  dem  Berufe  als  Blinden-Lehrer.  Im  Jahre  1816  stiftete
er  Zur  Versorgung  im  Freiheitskampfe  erblindeter  Krieger  den  Verein
aus  welchem  bic  Bliudcn-Anstalt  hervorging,  für  die  er'als  Lehrer  und
Erhalter  40  Jahre  wirkte.  Er  gab  mehrere  Werke  heraus  und  schenkte
Ertrag  eines  Buches,  „Erinnerung  eines  Blindgeborenen",  gegen
1000  Thlr.,  der  Anstalt  zur  Unterstützung  entlassener  Zöglinge
¡BPiísai
Ķ  uiggen  Armenhaus.
E>nc  alt-  «Uftung  d-r  Stadt  Stargard  in  Pomm-r„.
August  Samuel  Knispel,
Apotheker  und  Stadt-Aeltester  zu  Haynau  (+  8.  August  1865)  hinterhqi
  etwa  80,000  Thlr.  zu  Legaten  und  milden  Stiftungen.  Bedacht
            
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