Full text : Preußisches Landbuch

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1860  enthielt  das  Institut  54  Alumnen,  wovon  5  das  Priester-Seminar, ­
  49  das  Gymnasium  besuchten.  (Wiese  S.  326.)
Knaben-Seminar  zu  Trier,
ein  bischöfliches  Institut  bei  dem  Gymnasium  zu  Trier,  seit  1847  mit
Korporationsrcchten  bestehend.  Die  Zöglinge  nehmen  Theil  amGymnasial-Unterricht,
  erhalten  Wohnung  und  Kost  im  Priester-Seminar.  Das
Institut  hat  bedeutende  Zuwendungen  empfangen  (die  Wittwe  Christ
geb.  v.  Heckel  (f  1846)  vermachte  ihm  5500  Thlr.)  und  eine  jährliche ­
  Einnahme  von  13,000  Thlr.  (Wiese  S.  402)  Bgl.  Blanthus-Hospital.
  1861  enthielt  das  Institut  187  Zöglinge,  wovon  168  den
Unterricht  am  Gymnasium,  19  den  ani  Priester-Seminar  besuchten.
KuappschaftsBereiue.
Im  Jahre  1863  bestanden  deren  überhaupt  im  Staate  72,  und  gegründet ­
  werden  sollten  noch  3  für  die  im  Bereich  des  französischen
Bergwerksgesetzes  bei  Maien,  Niedermendig  und  Cottenheim  belegenen
Mühlsteinbrüchc.  Aus  die  vier  Oberbcrgamtsbezirke  vertheilten  sich
dieselben  wie  folgt:  Breslau  3,  Halle  18,  Dortmund  11,  Bonn  43.
Alle  diese  Vereine  sind  auf  Grundlage  des  Knappschaftsgesetzes  vom
10.  April  1854  theils  neu  gegründet,  theils  reorganisirt.  Bor  Erlaß
dieses  Gesetzes  bestanden  53  solcher  und  ähnlicher  Unterstützungsvereine
für  die  Berg-,  Hütten-  und  Salincn-Arbciter,  die  aber  zum  Theil  eine
sehr  mangelhafte  Einrichtung  hatten  und  der  Mehrzahl  nach  nicht  selbstständig ­
  bestehen  geblieben  sind.  Die  Zahl  der  Mitglieder  jener  älteren
Vereine  belief  sich  auf  ca.  56,500,  während  tut  Jahre  1863  mehr  als
120.000  aktive  Mitglieder  gezahlt  wurden.  Das  Kapital-  und  sonstige
Vermögen  sämmtlicher  Knappschaftsvereine  erreichte  1861  die  Höhe  von
ca.  2,700,000  Thlr.,  bei  einer  Jahres-Einnahme  von  ca.  1,085,000
Thlr.  und  einer  Jahrcsausgabe,  welche  einen  Ucberschuß  von  ca.
67.000  Thlr.  ließ.
Knauer  schc  Stiftung,
1863  von  dem  Weber  Karl  Knauer  zu  Gumpendorf  bei  Wien  fürarme
  katholische  Schulkinder  und  katholische  Haus-Arme  zu  Faulbrück
(Kr.  Reichcubach)  mit  1000  Thlr.  resp.  2000  Gulden  errichtet.  Sie
hat  am  5.  April  1865  die  landesherrliche  Genehmigung,  vorbehaltlich
des  staatlichen  Oberaufsichts-Rechts,  erhalten.
Knebelsche  Stiftung  zu  Zduny.
Elisabeth  Florentine  Knebel  schenkte  1847  der  cd.  Kirche  in  Zdnuy
zwei  Kapitalien  von  2000  und  1000  Thlr.  Die  Zinsen  des  erster»
sollten  nach  ihrem  Tode  zur  Unterstützung  nothleidcndcr,  kranker  oder
altersschwacher  Personen  ev.  Konfession,  die  Zinsen  des  letzter«  zur
baulichen  Unterhaltung  der  Kirche  und  zu  andern  für  dieselbe  nützlichen
Zwecken  verwendet  werden.
Kneiphöfscheü  Gymnasium  zu  Königsberg.
Im  Anfange  des  14.  Jahrhunderts  als  Kneiphöfsche  Dom-  und  Kathedral-Schule
  gegründet.  Ein  städtisches  Institut  ev.  Konfession,  seit
            
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