Full text : Die Fabriksparkasse

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möglichste  Erleichterung  der  Einzahlung  und  einewirkungsvolle ­
  Anregung  zur  Spartätigkeit.
Eine  wesentliche  Erleichterung  der  Einzahlung  istschon
  allein  durch  die  Existenz  der  Eabriksparkasse  gegeben. ­
  Der  Arbeiter  empfängt  seinen  Lohn  in  der  Fabrik;
kann  er  dort  auch  Einzahlungen  auf  ein  Sparbuch  machen,,
so  entfällt  ohne  weiteres  der  Weg  zur  Zahlstelle  einer
Sparkasse.  Es  ist  nicht  nur  die  Unbequemlichkeit  eines
besonderen  Ganges,  vor  allem  auch  dann,  wenn  die  Kassenstunden
  ungünstig  gelegen  sind,  was  dem  Sparen  hinderlich ­
  ist.  Hinzu  kommt  noch  die  Gedankenlosigkeit  und
eine  gewisse  Passivität,  die  dazu  beiträgt,  daß  man  die
einmal  empfangenen  Beträge  verbraucht,  wenn  nicht  ein
direkt  sichtbarer  Anlaß  zum  Sparen  anregt.  In  dieser
Beziehung  bestehen  in  den  Fabriken  noch  mehrere  Möglichkeiten ­
  von  ganz  verschiedener  Wirkung.  Erstrebenswert ­
  ist  eine  möglichst  enge  Verbindung  der  Lohnauszahlung ­
  mit  der  Einzahlung  auf  das  Sparbuch.  Werden
die  Löhne  in  den  einzelnen  Werkstätten  ausgezahlt,
während  Einzahlungen  nur  auf  dem  Fabrikbureau  entgegengenommen ­
  werden,  so  fehlt  schon  der  unmittelbare
Anlaß  zur  Spartätigkeit.  Eine  Eeihe  von  Firmen  gewährt
daher  die  Möglichkeit,  Einzahlungen  zu  gleicher  Zeit  und
direkt  am  Orte  der  Lohnauszahlung  zu  machen.  Hoch
erfolgreicher  ist  es,  wenn  darauf  hingewirkt  wird,  daß
die  Arbeiter  sich  bereit  erklären,  regelmäßig  bei  jeder
Lohnzahlung  einen  bestimmten  Betrag  zu  sparen.  Dadurch ­
  wird  auch  die  Mühewaltung  des  Fabrikbureaus  auf
ein  Mindestmaß  eingeschränkt,  da  die  Abrechnung  schematisch ­
  auf  den  Lohndüten  erfolgen  kann.  Ein  besonderer
Anlaß  zu  diesem  Verfahren  ist  vor  allem  auch  dadurch
gegeben,  daß  häufig  Abzüge  für  Vorschüsse,  Lieferung
von  Kohlen,  Winterkartoffeln  u.  dgl.  gemacht  werden
müssen.  Ja  einzelne  Werke  sind  dazu  übergegangen,  Vorschüsse, ­
  bzw.  Kredit  für  derartige  Lieferungen  nur  dann
zu  gewähren,  wenn  der  Arbeiter  sich  gleichzeitig  verpflichtet, ­
  bestimmte  Beträge  regelmäßig  zu  sparen.  Dadurch ­
  wird  dann  ein  kleiner  Druck  ausgeübt,  und  wir
kommen  hiermit  zu  den  Mitteln,  die  dazu  bestimmt  sind,
einen  direkten  Anreiz  zur  Sparsamkeit  zu  geben.
Abgesehen  von  diesem  Verfahren,  das  an  einzelnen
Stellen  außerordentlich  wirkungsvoll  gewesen  ist,  besteht
das  gebräuchlichste  Mittel,  die  Sparsamkeit  anzuregen,
            
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