Object : Der Steinkohlenbergbau in Preussen und das Gesetz des abnehmenden Ertrages

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Im  Durchschnitt  der  2  bezw.  3  staatlichen  Steinkohlenbergwerke ­
  König,  Königin  Luise  und  Bielschowitz  betrugen

im  Jahre
1897
1898
1899
1900
1901
1902

die  durchschnittl.  Selbstkosten
pro  t  in  M.
3,88
4,04
4,37
5.05
4,48
5,39

der  Durchschnittserlös
pro  t  in  M.
6,19
6,47
7,06
8,06
8,84
8,25

Wir  wollen  diese  Zahlen  (unter  Berücksichtigung  der  bereits
dazu  gegebenen  Bemerkungen)  zuerst  einmal  vertikal,  d.  h.  von
Jahr  zu  Jahr  des  einzelnen  Gebietes  betrachten.
Bei  den  beiden  Werken  Königsgrube  und  Königin-Luise-Grube
in  Obe  r  s  c  h  les  i  e  n  zeigen  die  S  elbstk  o  st  e  n  pro  t  Förderung
in  M.  in  den  Jahren  1879—1888  eine  ziemlich  ruhige  Entwicklung,
ja  1881  bis  1886  fallen  sie  sogar  bei  der  Königin-Luise-Grube  und
sind  1884  bis  1886  niedriger  als  die  der  Königsgrube,  was  in  diesem ­
  Zeiträume  nur  1899  wieder  eintrat.  Von  1889  bis  1891  steigen ­
  die  Selbstkosten,  um  dann  bis  1895  (besonders  Königsgrube)
zu  fallen  und  im  Laufe  der  zweiten  längeren  Hausse  dieser  Periode,
also  seit  1895,  wieder  zu  steigen.  Dies  zeigt  sich  besonders  in
den  durchschnittlichen  Selbstkosten,  wie  sie  im  Durchschnitt  der
3  staatlichen  Steinkohlenbergwerke  Oberschlesiens  seit  1897  angegeben ­
  sind.  Was  die  Preise  anlangt,  so  zeigen  diese  (sie  sind
1879—1900  stetig  höher  bei  der  Königin-Luise-Grube  als  bei  der
Königsgrube)  ebenfalls  bis  1888  bezw.  1889  eine  stetige  Entwicklung. ­
  Im  Jahre  1890  schnellen  sie  jedoch  in  die  Höhe,  sodass
(besonders  bei  der  Königin-Luise-Grube)  die  Spannung  zwischen
Durchschnitt  des  Verkaufspreises  und  der  Selbstkosten  pro  t  Förderung ­
  sich  jetzt  verstärkt.
Ueber  die  betreffenden  Verhältnisse  bei  den  staatlichen  Werken ­
  an  der  S  a  a  r  gibt  die  Tabelle 1 )  Auskunft,  die  auf  folgender
Seite  mitgeteilt  ist.  Ich  bitte  die  dazu  gehörigen  Bemerkungen
zu  beachten.
Hiernach  steigen  an  der  Saar  die  durchschnittlichen
Selbstkosten  pro  t  geförderte  Kohle  von  5,61  M.  (1869)  auf
7,80  M.  (1874);  sie  fallen  dann  bis  1879  auf  5,42  M.,  halten  sich

1)  Wegen  der  Quellen  vgl.  das  bei  Oberschlesien  Gesagte.
Zeitschrift  für  die  ges.  Staatswissensch.  Ergänzungsheft  19.

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