Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

Eisen-  und  Stahlschiffbau:  Hilfsmaschinen.  687

gefährlich  und  erzeugt  keine  Wärme.  Auf  diese  Weise  werden  vorzugsweise  Ventilationsmaschinen, ­
  kleine  Winden  und  Munitionsaufzüge,  Kaltluftmaschiuen,  Werkzeugsmaschinen ­
  u.  s.  w.  elektrisch  angetrieben.  Der  elektrische  Betrieb  größerer  Winden  wie
der  Boots-  und  Ladewinden,  des  Ankerspills  sowie  der  Steuermaschine  ist  bis  jetzt
nur  vereinzelt  eingeführt.  Die  Verwendung  der  Elektrizität  an  Bord  der  Schiffe,  welche
anfänglich  sich  nur  auf  die  Beleuchtung  des  Schiffes  erstreckte  und  hierin  in  vollkommenster ­
  Weise  durch  Anordnung  verschiedener  Stromkreise,  Tag,  Nacht,  Gefechtsnnd
  Fahrtlampen  ausgebildet  ist,  gewinnt  immer  mehr  an  Ausdehnung  auch  zur
Kraftübertragung.  Einen  besonderen  Fabrikationszweig  bilden  die  elektrischen  Befehlübermittler ­
  für  Maschinentelegraphen,  Schottentelegraphen,  zu  Signalzwecken.  Auch  ist
man  schon  dazu  übergegangen,  besondere  Akkumulatorenbatterien  aufzustellen.  Die  dynamoelektrischen ­
  Maschinen  für  Schiffszwecke  sind  von  gedrungenen  Formen  und  geringem  Gewicht ­
  für  nutzbringende  Watts  und  sind  stets  mit  dem  Motor  direkt  verkuppelt.  Man
verwendet  meist  Gleichstrommotoren  von  60  bis  80  Volt  Spannung,  da  dieselben  bei
den  Kriegsschiffen  zugleich  den  Scheinwerfern  Strom  geben.

704.  Dampfmlkrrwinde.  705.  Frachtwinde.
Es  würde  hier  zu  weit  führen,  auf  die  weiteren  Einzelheiten  der  Hilfsmaschinen
einzugehen.  Um  einen  Überblick  über  die  Zahl  und  die  Mannigfaltigkeit  derselben  zu
geben,  mag  eine  Zusammenstellung  aller  Hilfsmaschinen  folgen,  welche  auf  den  neueren
Schnelldampfern  der  Kriegs-  und  Handelsmarine  zur  Anwendung  kommen.
A.  Hilfsmaschinen  zur  Sicherung  des  Betriebes  der  eigentlichen  Schiffsmaschinen.
1.  Umsteuerungsmaschine,  um  die  Schiffsmaschine  schnell  und  sicher  auf  Vorund
  Rückwärtsgang  einzustellen.
2.  Maschine  zum  Drehen  der  Schiffsmaschine  im  Hafen  bei  Revisionen  und
Reparaturen  einzelner  Teile.
3.  Maschine  zum  Bewegen  des  Absperrventils  für  große  Maschinen.
4.  Zentrifugalkühlwasserpumpen  für  die  Kondensatoren.
5.  Luftpumpenmaschinen,  falls  die  Luftpumpen  nicht  von  den  Hauptmaschineu
angetrieben  werden.
6.  Dampfpumpen  sowie  Injektoren  zum  Speisen  der  Kessel.
7.  Dampfpumpen  (Lenzpumpen)  sowie  Ejektoren  zum  Lenzen  der  Bilge.
8.  Ballastpumpen  zum  Lenzen  der  Wafferballasträume.
9.  Ventilationsmaschinen  für  die  Heizräume  zur  Erzeugung  von  Druckluft  für
forciertes  Heizen.
10.  Ventilationsmaschinen  zum  Lüften  der  Maschinenräume.
11.  Speisewassererzeuger  zur  Herstellung  von  destilliertem  Wasser  für  Kesselspeisung.

12.  Ascheheißmaschinen  bezw.  Ascheejektoren  zur  Beseitigung  der  Asche.
            
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