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zum Besten der Konrektor-Stelle, Bürgermeister Wcisse (1800) und
Stadt-Aeltestcr L emcke (1836) ein solches für bedürftige und fleißige
Schüler. (Wiese S. 115.)
Gymnasium zu BrannSberg,
von dem Kardinal und Bischof Stanislaus HosiuS im Jahre 1565
als eine von Jesuiten zu leitende Bildungs-Anstalt begründet, 1781
akademisches Gymnasium, 1818 in seiner jetzigen Gestalt hergestellt und
botivi. Ein Theil der Kosten des Unterhalts wird aus katholischen
Stifts-Fonds gedeckt. Konvikt für etwa 30 bedürftige Schüler, welche
sich dem Studium der katholischen Theologie widmen; bemittelte Gym
nasiasten können als Pensionaire zugelassen werden. Die Zöglinge des
Konvikts müssen am Gymuasial-Unterricht im Polnischen Theil nehmen.
Das Gymnasium hat eine jährliche Einnahme von 10,600 Thlr. und
ein Vermögen von 18,000 Thlr. Drei Stipendien. (Wiese S. 58.)
Gymnasium zu St. Elisabeth in BreSlan.
Eine städtische Anstalt ev. Konfession, aus dem Jahre 1293 stammend,
Gymnasium seit 1562, das Haus ist 1836 mit einem Kosten-Auf-
wande von 46,000 Thlr. neu erbaut. Stiftungen von dem Rektor Arle-
tius (1753) zum Zweck der Ausstattung von Lehrer-Töchtern, für
emeritirte Lehrer, für Lehrer-Wittwen, für einen Hebraisten, Kapital
27,300 Thlr.; Vincenz-Stipendien für Lehrer-Söhne, Kapital 2500
Thlr. Unter den zahlreichen Freistellen sind 10 aus der Arletius-
schen Fundatiou (Wiese S. 166.). Bei der Jubelfeier am 29. Januar
1862 bewilligten die städtischen Behörden 200 Thlr., deren Zinsen
mit 10 Thlr. jährlich als Prämie an einen würdigen und fleißigen
Schüler der beiden oberen Klaffen verausgabt werden sollen. Banquier
Joseph Prinz überwies (1858) der Verwaltung des Gymnasii 150
Thlr., deren Zinsen als Unterstützung an unbemittelte Schüler jüdischen
Glaubens vertheilt werden sollen. Vgl. Hirt, Katholisches Gymna
sium zu Breslau.
Gymnasium zu St. Maria-Magdalena in Breslau.
Eine städtische lutherische Anstalt, 1293 gestiftet, seit 1643 Gymna
sium. Kapital-Vermögen 49,000 Thlr. (Wiese S. 168). Unter den
Zuwendungen neuerer Zeit finden sich 50 Thlr., die im Jahre 1862
ein angesehener, ungenannt sein wollender Einwohner Breslaus mit der
Bestimmung schenkte, daß die Zinsen am 18. März jeden Jahres einem
wackern und würdigen Schüler, möglichst dem Sohne einer Wittwe
oder einem Elternlosen, als eine Gabe der Ermunterung zeugenlos
zugestellt werden sollen.
Gymnasium zu Brieg.
Eine evang. Anstalt, 1564 gestiftet, jetzt Königlich. Vermögen 10,000
Thlr. Mehrere, namentlich Herzogliche Stipendien aus alter Zeit.
(Wiese S. 176.)
Gymnasium zu Brilon,
1820 mit Hilfe einer Zuwendung des Vikars Bernhard Brükeler