Mikroskopische Untersuchung. Die Pilze der Futtermittel.
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Die hier genannten Rostarten zerfallen in zahlreiche spezialisierte, d. h. bestimmten
Gramineenarten angepaßte Formen, die äußerliche Unterschiede nicht aufweisen.
Puccinia Simplex lebt nur auf Gerste, P. dispersa und triticina nur auf
Roggen hezw. Weizen. Die Teleutosporen der Rostpilze kommen zuweilen auch
in Mehlen und Kleien vor und lassen sich darin mikroskopisch ohne weitere Präparation
sehr leicht erkennen.
C. Der Meltaupilz, Erisyphe graminis I). C. Dieser zu den Perisporieen gehörende
Pilz bildet auf den Blättern der Gramineen, manchmal auch auf den Spelzen weiße
mehlartige Überzüge, die aus dem Mycel des
Pilzes bestehen, das nur durch Haustorien
mit der Nährpflanze in Verbindung steht.
Von dem Mycel erheben sich kurze, senkrechte
Hyphen, an deren Spitze eine oder
mehrere ovale, einzellige Konidien ahgeschnürt
werden. Später erscheinen
runde, bräunliche, allseitig geschlossene
Perithecien, die an der Außenfläche
sogenannte Stützfäden tragen. Sie enthalten
mehrere Schläuche mit 4—8 ovalen
Sporen (Mg. 191).
Auch die Meltaupilze der verschiedenen
Gramineen sind wie die Rost-Püze
vermutlich spezialisierte Formen.
D. Der Mutterkornpilz, Claviceps purpurea Tul. Das Mutterkorn, das seiner
Porm nach für ein verändertes Roggenkorn gehalten werden könnte, ist das Dauer-Elg,
191. Meltaupilz. Erisyphe graminis.
A Mycel mit Konidienträgern auf einem Weizenblatt.
(60-fach). B Aufgedrücktes Perithecium mit
unreifen Schläuchen. (100-fach). Nach Frank.
4 . # Fig. 192. Mutterkorn. Sklerotium und dessen weitere Entwickelung.
p ru ? re ifes Mutterkorn (natürl. Größe), B ein mit Fruchtlagern cl bedecktes Mutterkorn c, C ein
H 0c v iu der Längsschnittfläche, cp die eingesenkten Perithecien (stärker vergrößert), D ein
p r ^ er vergrößertes Perithecium, hy Pilzgewebe, cp Mündung eines Peritheciums, sh Asken,
* abgerissener Askus mit den unten hervortretenden Sporen sp (stärker vergrößert).
ycelium oder Sklerotium des zu den Pyrenorayceten gehörenden Pilzes Claviceps
r l ,Ure a. Es entsteht in der Weise, daß die Askussporen des Pilzes zur Blütezeit des
°Sgens den jungen Fruchtknoten infizieren und ihn allmählich ganz durch wuchern. Er
Landwirtschaftliche Stoffe, 8. Auflage. 26