Full text: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Mikroskopische Untersuchung. Die Pilze der Futtermittel. 
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Fig. 195. Cladosporium herharum 
und Alternaria. Aus der Spaltöffnung 
eines Weizenblattes tretende Konidien 
träger, die bei c Cladosporium-, bei d 
Alternaria-Sporen abschnüren. Bei e und 
links oben reife Sporen beider. (195-fach). 
Nach Frank. 
Halm stark beregnet ist. Er überzieht alle Pflanzenteile und erzeugt so die sogen. 
„Schwärze“ des Getreides. Sein Mycel wuchert auf der Epidermis, aber auch 
innerhalb der Gewebe. Das Luftmycel ist schwarzbraun, ebenso sind es die ovalen 
ein- bis vierzelligen Konidien, die an der 
Spitze der aufrechten, braunen Trägerhyphen 
in Reihen abgeschnürt werden (Fig. 195). 
b) Alternaria Nees. Die Sporen der 
neben Cladosporium fast immer vorhandenen 
Arten dieser Gattung sind keulig, flaschen 
förmig, mauerartig geteilt, durch schmale 
Zwischenstücke zu Ketten verbunden. Als 
Parasit ist die auf Getreide vorkommende Art 
nicht beobachtet. Uber die Zugehörigkeit zu 
einer Askusform ist bisher nichts bekannt 
(Pig. 195). 
c) HelminthosporiumÜMfc. Von dieser 
Gattung unterscheidet man auf Getreide zurzeit 
drei genauer bekannte Arten: H. gramineum, 
H. teres und H. avenae, von denen letztere auf 
Hafer, die beiden anderen Arten auf Gerste 
schmarotzen. Auch auf Weizen und manchen 
Gramineen findet man die eigenartigen Sporen 
dieser Pilze. Von den auf Gerste und Hafer beobachteten Arten ist H. gramineum 
ein gefährlicher Parasit, der nach Art der Brandpilze die ganze Pflanze durch 
wuchert und sie oft im Wachstum hemmt. Auf den Blättern solcher Pflanzen ent 
stehen lange, schmale, braune Streifen, die später einreißen, so daß die Blätter 
zerschlitzt sind. H. teres und H. avenae sind wie die Eostpilze nur Blattpilze 
Un d anscheinend wie 
Cladosporium herharum 
Schwärzeparasiten. Sie 
erzeugen braune Flecken 
den Blättern. Auf 
en braunen Blattflecken 
wdet man bei allen drei 
rten die braunen, auf 
rechten, sympodial ver- 
Zeigten Konidienträger, 
'' e * c l |e die nur schwach 
S e ärbten, wurmförmigen 
^onidien von 12—22 ;i 
icke und 15—160 fi 
iu 'ge tragen, die meist aus 2—6, manchmal aber auch aus 
e en. Die Konidien sind bei allen Arten gleich (Fig. 196). 
e miuthosporium gehört zu der Schlauchform Pleospora. 
j, Hie Sporen und die Konidienträger dieser Schwärzepilze findet man auch in 
t un d Kleie zuweilen, da auch die Getreidekörner von dem Mycel dieser Pilze 
snT a,,f (ler Oberfläche, teils im Gewebe durchwuchert werden. Der sogen, schwarz- 
^ Zlge H°ggen und Weizen, die „braun“- und blauspitzige Gerste verdanken ihre 
enartige Färbung dem braunen Mycel und den Sporen der Pilze oder braunen 
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Fig. 196. Helminthosporium teres. Sporen und Konidienträger. 
(200-fach). Nach Ravn. 
10—12 Zellen be- 
Die Konidienform
	        
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