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Haupttallinien.
Gebirgsknoten
am
Gotthard
Hauptstraßen.
und nehmen rasch an Höhe ab. Die Täler senken sich
steil zur Poebene hinunter, die mit nur 200 in Meereshöhe
einen weit niedrigeren Gebirgsfuß bildet, als das
Rhonetal auf der Nordseite, mit 700 in in Brig. Gegenüber
der einfachen Ficderform der Walliser Alpen erscheint
die Bündner Gruppe als komplizierter Ban von
reich verästelten Bergzügen und Tälern. Jenseits des
Tessins erhebt sich die Adulagruppe im Rheinwaldhorn
zu 3406 in. In der SW—NO Richtung heben sich
sodann zwei Ketten aus den Bergmassen heraus, wovon
die nördliche das Engadin vom Flußgebiet des Rheins
abgrenzt, die südliche zwischen dem Engadin und Lein
Veltlin eine Strecke weit die Landesgrenze bildet und
in der stark vergletscherten Berninagruppe 4052 in den
einzigen Gipfel der östlichen Schweizer Alpen trägt, der
über 4000 in hinausreicht.
Das große Längstal Rhone—Rhein und die quer
verlaufende Furche des Rcuß- und Tessintales zerlegen
die Schweizer Alpen in vier Flügel, die gewöhnlich
als Berner, Glarner, Walliser und Bündner Alpen auseinander
gehalten werden. Die Ketten des genannten Gebirgssystems
treffen in der Gotthardgruppe als ihrem
Knotenpunkt zusammen. Von dieser Stelle gehen die
Flußtäler der Rhone, des Rheins, der Reuß und des
Tessins aus; sie leiten zwei wichtige Verkehrswege zur
Straßenkreuzung von Andermatt im Urserental hinauf:
1. Die Straße vom Genfersee her durch das Rhonetal
über die Furka und die Oberalp dem Rhein entlang
zum Bodcnsee hinaus. 2. Die Gotthardstraße, die durch
das Reuß- und Tessintal eine direkte Verbindung zwischen
dein Nord- und Südfuß der Alpen herstellt. Gegenüber
den andern Alpenpässen hat der Weg über den Gotthard
einen besondern Vorzug; hier können die Alpen
auf geradem Weg in einem einzigen Aufstieg und Abstieg
durchquert werden, während an andern Stellen zum
mindesten zwei Hauptketten sich einem Alpenübergang
in der geraden Linie entgegenstellen.