177
Talwasserscheide zwischen der Kleinen Emme und der
Jlsis, die der Großen Emme zueilt. Diese Stelle wird
von der Bahnlinie Bern - Luzern als bequemer Durchgang
benutzt. An der Talsohle des Enllebuchs folgen
sich die Dörfer Schüpfheim, Entlebuch und Wolhusen,
wo die Straßenzüge vom Aaretal her einmünden
und über Malters und Littau nach Luzern weiterleiten.
Zwischen der Reuß, die von der Emmemündung
an nordostwärts der breiten Talfnrche des Zugersees und
der Lorze zustrebt, und dem Küßnachter Arm des Vierwaldstättersees
wechseln parallel streichende, waldgekrönle
Molasserippen mit den dazwischen eingebetteten Engtälchen;
durch eine dieser Tallinien läuft am stillen,
kleinen Rotsee vorüber die Eisenbahn von Zug nach
Luzern.
Eine niedrige Bodenschwelle trennt den Talzug
Emme-Reuß von den nordwärts davon liegenden Landschaften
des Luzerner Mittellandes. Eine Reihe kleiner
Flüsse ziehen hier in parallelen Furchen zwischen breiten,
schwach geböschten und langgestreckten Hügelrücken zur
Aare an den Jurafnß hinüber. In der Eiszeit überflutete
der Reußgletscher die geringe Bodenerhebung im
Quellgebiet dieser Flüsse und drang in einzelnen Armen
nordwärts durch die Täler hinaus. Die flachen Talböden
und die Gehänge wurden damals mit seinerdigem,
fruchtbarem Gletscherschutt verkleidet, der heute die Grundlage
des Ackerbaues bildet. Aus dem luzernischen Bauernland
fließen, von West nach Ost genannt, die Wigger,
die Suhr, die Wynen und die Aa der Aare zu; der untere
Teil ihrer Täler gehört zum Kanton Aargau.
Die obersten Verzweigungen der Wigger reichen
an den Napf hinauf, der hier in schroffen Flühen zu
den Runsen der Quellbäche abbricht. In dem ausgedehnten
Flachland, das sich nördlich davon ausbreitet,
vereinigt sich das Gewirr von Bachläufen zum einheitlichen
Talfluß; an dieser Stelle öffnet sich ein geräu-Flückiger,
Schweiz ir
Mittelland
Wiggertal