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wegen seiner umfassenden Rundsicht viel besuchte Chasseral
steigt mit weideubedecktem Grat über den Waldgürtel der
Tiefe hinaus; im Westen gabelt er sich in die beiden
das Val de Ruz umfassenden Ketten des Chaumont und
der Tßte de Ran. Hinter dem Chasseral bildet das
von der Schüß durchflossene St. Jmmertal mit den
Orten Courtelary, St. Immer (St. Inner) St.Jmmertai
mit 7400 Einwohnern und Sonvilier einen bequem
ansteigenden Zugang zur Hochfläche von La Chaux-de-
Fonds. Über der nördlichen Talwand von St. Immer
entwickelt sich der Sonnenberg zu einem bekannten
Winter- und Sommerkurort. Er liegt am Rand der
rund 1000 rn hohen, Industrie, Ackerbau und Pferde
zucht treibenden Plateaufläche der Freiberge (Franches Fr-w-rge
Montagnes); ihre Dörfer stehen in engen Beziehungen
zum neuenburgischen Uhrenmarkt von La Chaux-de-Fonds;
die bedeutendsten sind Saignelegier und Noirmont.
Auf den schwachwelligen Höhen steht der Wald häufig
so licht, daß er eher den Eindruck einer tannendurchsetzten
Weide hervorruft. Das Plateau fällt im Nordwesten
schroff zum Grenzfluß Doubs ab, der mit schluchtartigem,
tiefem Tal eine lange Schleife in den Berner Jura
hineinzieht und auf seiner ganzen Linie ein schwer zu
überwindendes Hindernis bildet.
Von der Klus von Reuchenette herkommend,
gewinnen Straße und Bahn bei Sonceboz über die
schon von den Römern benutzte Einsattelung der Pierre
Pertuis in der Montozkette das obere Birstal. Die
Birs leitet in zickzackförmigem Lauf durch Längstalstrecken MrStai
und zahlreiche Klüsen die Verkehrswege von Biel quer
durch den Jura nach Basel. Sie tritt am Fuß der
Pierre Pertuis als Stromquelle hervor, durcheilt mit
einem Zufluß von Tramelan her die lange Talmulde
von Tavannes und bricht bei Court in der gleich
namigen Klus durch den Mt. Graitery zum Längstal
von Münster (Montier) hinaus. In diesem Industrie-
dorf mündet die Weißensteinbahn in die Linie Biel-