Full text : Die Schweiz

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und  den  Kranz  von  Villen  in  den  Rebbergen  ob  der
Stadt  umfaßt.  Wenn  Nenenburg  auch  vom  großen
Strom  der  Vergnügungsreisenden  wenig  berührt  wird,
so  nützt  es  dafür  in  einer  besondern  Art  der  Fremdenindustrie ­
  die  französische  Sprache  aus.  Jahr  für  Jahr
werden  seine  Schulen  und  „Welschland"-Jnstitute  von
Scharen  junger  Leute  aus  dem  deutschen  Sprachgebiet,
vorab  aus  der  deutschen  Schweiz,  besucht;  die  Akademie
ist  neuerdings  zur  Universität  erweitert  worden.  Die
Welschlandgängerei  der  deulschschweizerischen  Jugend
kommt  ebenfalls  den  Weinbaudörfern  am  See,  in  geringerem ­
  Maße  den  höheren  Landschaften  zugute.  Seeaufwärts
  benützt  das  industrielle  Serrieres,  mit
bekannter  Schokoladefabrik,  die  Stromquelle  eines  unterirdischen ­
  Abflusses  aus  dem  Val  de  Ruz.  Den  Schluchtausgang ­
  des  Traverstales  umgeben  Colombier,  das
weiuberühmte  Cortaillod,  Bevaix  und  das  Städtchen ­
  Boudry;  an  den  Uferhalden  des  Creux  du  Vau
und  des  Mt.  Ändert  liegt  St.  Aubin.  Am  untern
See-Ende  sammelt  St.  Blaise  die  Verkehrswege,  die
vom  Bielersee  her  und  durch  die  Landenge  zwischen
Bieter-  und  Neuenburgersee  am  Jolimont  vorüber  nach
Neuenburg  ziehen.  Nahe  bei  St.  Blaise  beutet  Hauterive
  den  gelben  Kalkstein  aus,  den  die  öffentlichen
Zihlebene  Gebäude  der  Hauptstadt  zur  Schau  tragen.  Nahe  dem
Bielersee  steht  in  der  eintönigen  Ebene  des  Zihlkanals
das  altertümliche,  katholische  Städtchen  Landeron,
dessen  Kern  mit  einer  Doppelreihe  von  Häusern  zwischen
zwei  Toren  eine  kurze  Gasse  umschließt.  Die  Weinbaudörfer ­
  Cornaux  und  Cressier  breiten  sich  am  Rand
der  Zihlebene  aus.  Hoch  über  dem  obern  Ende  des
Bielersees  liegt  Li  girieres  am  Rande  der  schon  früher
erwähnten  Hochtalmulde  am  Südabhaug  des  Chasseral.
Bevölkerung  Der  Kanton  Neuenburg  zählt  1331OO  Einwohner,
weit  überwiegend  protestantischer  Konfession.  Während
die  einheimische,  französisch  sprechende  Bevölkerung  mit
Vorliebe  die  stattlichen  Jndustrieorte  und  die  Weinbau-
            
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