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Stufen
mündung
Felsriegel.
Entstehung
der Seen'.
Wert der
Talformen
für den
Menschen.
Terrassen, die Überreste eines voreiszeitlichen Talbodens.
Als treffliches Beispiel eines vom Gletscher geformten
Trogtales kann das Lauterbrunnental mit den Terrassen
von Murren und Wengen gelten. Die Seitentäler
führten kleinere Eisströme und wurden nicht so stark
vertieft wie das Haupttal. Sie münden heute hoch
über dem Haupttal aus. Der Seitenbach stürzt da als
Wasserfall über die Mündungsstnfe herunter (z. B. der
Staubbach) oder hat sie im Lauf der Zeit in einer
Schlucht zersägt (Trientschlucht im Wallis). In scharfem,
mühsamem Anstieg führt der Zickzackweg aus dem Haupt
tal neben der gähnenden Schlucht hinauf zu dem einige
hundert Meter höher liegenden Eingang des Seitentales.
Die Gletscher der Eiszeit formten auch in der Längs
richtung des Haupttales solche Stufen; flache Fluß
strecken wechseln mit steilen Stellen, wo der Fluß mit
starkem Gefälle durch eine Schlucht zur nächsten flachen
Talstrecke hinunterstürzt. Die querlaufenden, vom Fluß
zerschnittenen Felsriegel zerlegen das Tal in eine Reihe
langgestreckter und abgestufter Becken (Oberwallis, Hasli-
tal, die Täler der Reuß und des Tessins). Die langen
Seen am Ausgang der Alpentäler sind als solche Fels
becken aufzufassen, die infolge der ausschürfenden Arbeit
der eiszeitlichen Gletscher enstanden und sich mit dem
Wasser der Talflüsse anfüllten.
Nach einer ältern Ansicht hatte ausschließlich das fließende
Wasser die heutigen Formen der Alpentäler geschaffen. Sie er-
klärt das Entstehen der Seen am Alpenrand durch ein Rücksinken
des, hochgetürmten, schon tief durchtalten Gebirgskörpers; dabei
wäre ein rückläufiges Gefälle der Flüsse entstanden und das Wasser
zu Seen gestaut worden.
Die Steilwände und die Gehängeterrassen der Täler,
die Wasserfälle, Schluchten und Seen machen einen
Hauptreiz der Alpenlandschaft aus; sie sind aber auch
für die Bewohner, ganz besonders für ihr Erwerbsleben,
bedeutungsvoll geworden. Die Menschen bevorzugen für