Object: Leben und Lehre des Buddha

Buddhistische Propaganda. 
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des Shintoismus, einer albernen Religion mit der Sonnengöttin 
Lmatarasu an der Spitze, eine Staatsreligion zu setzen, die Bud 
dhismus und Konfuzianismus vereinigen soll. Japanische Gelehrte 
haben in Europa Sanskrit und Pali studiert, und wir verdanken 
ihnen eine bedeutende Förderung unserer Kenntnis des Buddhis 
mus, indem sie die chinesische Übersetzung der heiligen nordbuddhi 
stischen Schriften bearbeiteten, Übersetzungen wichtiger buddhistischer 
Reisewerke aus dem Chinesischen anfertigten und wissenschaftliche 
Untersuchungen über einzelne Gebiete der buddhistischen Lehre 
anstellten. Es wird in Japan eine vorzüglich geleitete und glän 
zend illustrierte Zeitschrift, früher „Hansel Zasshi“ (Reflexion), 
jetzt „The Orient“ genannt, herausgegeben, die in buddhistischem 
Sinne redigiert wird. Eine japanische, buddhistische Mission hat 
in San Franzisko Fuß gefaßt und gibt dort eine Zeitschrift „The 
Light of Dharma“ (Das Licht des Gesetzes) Heraus, die in 
Amerika viel gelesen wird. 
So ist überall in den buddhistischen Ländern eine starke Pro 
paganda in die Wege geleitet, und der Buddhismus ist allmählich 
eine Macht geworden, in der manche Kreise sogar eine Gefahr 
für das Christentum sehen. 
Christentum und Buddhismus sind oft miteinander verglichen 
worden. Es ist nicht zu leugnen, daß sie schon rein äußerlich viele 
Züge gemeinsam haben. Wie das Christentum im Westen, ist der 
Buddhismus im Osten die gewaltigste Religion. Beide haben sich 
nicht auf das Land beschränkt, in dem sie entstanden sind, sondern 
Missionare sind weit über die Grenzen ihrer Heimat hinaus 
gegangen und haben Völkern Bildung und Gesittung gebracht, die 
vorher von ihnen unberührt waren. Der Siegeszug beider Reli 
gionen ist nicht, wie beim Islam, diesem Zerrbild einer Religion, 
mit Blut getränkt. Christentum und Buddhismus lehren als höchste 
Tugend die Liebe. Ünd noch treuer als die Christen haben die 
Buddhisten die Lehre ihres Meisters befolgt. Der Buddhismus 
kennt keine Ketzerversolgungen, keine Hexenprozesse, keine Kreuz 
züge. Ruhig und still ist er seinen Weg gegangen und ohne An 
wendung von Gewalt zu der größten Religion geworden, die die 
Welt kennt. Christentum und Buddhismus sind Religionen der 
Erlösung. Ihr Ziel ist dasselbe, so verschieden auch der Weg dazu 
ist. Nirgends hat der Buddhismus, wenn er mit andern Reli 
gionen zusammentraf, Haß mit Haß vergolten, aber überall viel 
Haß erfahren. Eine alte christliche Abschwörungsformel lautet:
	        
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