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Öl- und Gespinstpflanzen sind unter der Öl-und Ge-
Konkurrenz der Baumwolle, der fremden Öle und des spiunstpfianz-n
Petrols fast ganz verschwunden. Die bernische Lein
wandindustrie bezieht den Rohstoff meist aus dem Ausland.
Weinbau. Dem Weinstock, einem Fremdling auf Wein
unserem Boden, werden die mildesten Lagen eingeräumt.
Während die Reben in Südfrankreich und Spanien weite
Ebenen bedecken, sind sie hier auf sonnige, windgeschntzte
Halden beschränkt; das kommt schon im üblichen Aus
druck „Weinberg" zur Geltung. Die besten Weinlagen
finden sich am Nordufer des Genfersees, im Wallis, im
südlichen Tessin, dem ganzen regenarmen und geschützten
Südostfuß des Jura entlang bis zu den Rebbergen von
Hallau im Kanton Schaffhausen, an der Lägern, im
nördlichen Teil des Kantons Zürich und im St. Galler
Rheintal. Diesseits der Alpen wird der Weinstock am
Rebstickel in wohlgeordneten Reihen gezogen; im Tessin
bildet er malerische Weinlauben oder klettert mitten
zwischen andern Kulturen an Bäumen empor. Seit Rückgang des
Jahrzehnten verliert der Weinbau beständig an Boden. Weinbaues
Rebenkrankheiten, eine Reihe schlechter Ernten, die er
drückende Konkurrenz der Weine aus den südeuropäischen
Ländern, die gesteigerten Bodenpreise und Arbeitslöhne
entmutigten die Weinbauern. In den weniger günstigen
Lagen ist der Weinbau allmählich verschwunden oder stark
zurückgegangen und durch den besser lohnenden Wiesen
bau ersetzt worden, Neuerdings pflanzt man sogar in
besten Weinlagen an Stelle der Reben Spalierobst und
Erdbeeren. Seit 1898 ist im Kanton Ziirich das Reb-
land von 4769 ha im Wert von 39,6 Mill. Fr. auf
3236 ha iin Wert von 18,9 Mill. Fr. zurückgegangen.
Die Bemühungen, den vollständigen Zusammenbruch des
Weinbaus aufzuhalten, werden wohl zu dem Ergebnis
führen, daß die besten Lagen Rebland bleiben, während
der Weinstock das Feld räumt, wo Klima und Boden
ihm nicht ganz zusagen. Im Weinverbrauch, auf die
Kopfzahl berechnet (80 1), übertrifft die Schweiz die