Jakturen vorliegt; ohne dem Ergebnis seiner
Untersuchungen vorgreifen zu wollen, wünscht
sie klar auszusprechen, daß sie Gegnerin aller
Unredlichkeiten im internationalen Handel ist.!).
6. Handelsstatistik
Die Konferenz erkennt es als wünschenswert an, Sta-
tistiken aufzustellen, die durch die Annahme einer gemein-
samen Nomenklatur miteinander vergleichbar sind; sie
stellt den Jortschritt fest, der in dieser Richtung unter dem
Einflusse des Abkommens vom 31. Dezember 1913 ge-
macht worden ist, das in Brüssel ein internationales Büro
für Handelsstatistik eingesett hat.
Die Konferenz hält eine internationale Jusammenarbeit
auf der Grundlage der Bestimmungen des genannten
Abkommens für eine ausgezeichnete Vorbereitung zur
Durchführung der von der Konferenz empfohlenen inter-
nationalen Vereinbarung über Annahme einer gemein-
samen Jollnomenklatur, die außerdem, wenn sie ange-
nommen würde, eine günstige Wirkung auf die Verein-
heitlichung der Handelssstatistik haben dürfte.
Daher empfiehlt die Konferenz:
[l. Die Staaten, die das Abkommen vom 31. Dezember
1913 unterzeichnet, es aber noch nicht ratifiziert
haben, sollten dies baldmöglichst tun und die Re-
fis. dir Foth nicht unterzeichnet haben,
Die vertragschließenden Teile sollten dem Brüsseler
Büro baldmöglichst die Angaben liefern, die für die
Zusammenstellung der vergleichenden Statistiken er-
forderlich sind, mit deren Veröffentlichung das Büro
auf Grund besagten Abkommens beauftragt
worden ist.
III. Handelspolitik und Handelsverträge
Die wichtigste Schlußfolgerung aus der Arbeit der
Konferenz auf dem Gebiete der Handelspolitik ist die, daß
die Zeit gekommen ist, um der Erhöhung der Jölle Einhalt
zu tun und auf dreifachem Wege die entgegengesette
Richtung einzuschlagen :
|. Einzelvorgehen der Staaten auf dem Gebiet ihrer
eigenen Tarife;
' zweiseitiges Vorgehen durch Abschluß angemessener
Handelsverträge;
' kollektives Vorgehen im Wege einer Untersuchung
mit dem Jweck, die Entwicklung des internationalen
Handels auf einer gerechten Grundlage dadurch zu
fördern, daß die Schranken, die dem internatio-
nalen Handel durch überhohe Jolltarife gesetzt sind,
beseitigt oder gesenkt werden.
Mit der Frage der Einfuhrzölle hängt eng zusammen
die Frage der steuerlichen Lasten, die außerdem zuweilen
noch auferlegt werden und nach Ansicht der Konferenz
nicht darauf hinzielen dürfen, der nationalen Produktion
versteckten Schuß zu gewähren.
In dem gleichen Sinne wünscht die Konferenz lebhaft,
daß der freie Verkehr mit Rohstoffen und Verbrauchs-
!) Die Konferenz hat keine Schlußakte ausgegeben.
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