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nossenschaftskreisen nicht gebräuchlich, doch drückt es genau aus, was
heute der „konsumgenossenschaftliche Filialleiter" in Wirklichkeit ist,
nicht Halter eines Lagers, sondern Leiter einer Abgabe
stelle. In letzter Zeit hat der Ausdruck „Filialleiter" in der
konsumgenossenschaftlichen Literatur, sowie bei den Praktikern vielfach
Eingang gefunden. Sogar die Zeitschrift der organisierten Lager
halter nennt sich „Der Filialleiter". An und für sich läßt sich gegen
den Ausdruck nichts einwenden, denn nicht allein in kapitalistischen,,
sondern auch in konsumgenossenschaftlichen Betrieben gibt es Zen
tralen und Filialen. Um aber den Wesensunterschied zwischen
beiden zu zeigen, würde man vielleicht besser Abgabe- oder Ver
teil ungs st cllenleiter sagen. In der Praxis würden diese
Ausdrücke sicherlich allmählich auf Abgab e- und Berteilungs-
l e i t er abgekürzt werden. Was die Leiterinnen von V e rtei
ln n g s st e l l e n betrifft, so ist für sie der Ausdruck Lagerhalter
bzw. Lagerhalterin nicht so gebräuchlich wie für ihre männlichen
Kollegen. In manchen Konsumgenossenschaften spricht man aller
dings von Lagerhaltern und Lagerhalterinnen, in anderen aber von
Lagerhaltern und Verkaufs- oder Vertriebs st ellenleite-
rinnen oder auch von F i l i a l l e i t e r i n n e n. Nur sehr selten
wird der Ausdruck Laden Halter und Ladenhalte rinnen
gebraucht. Dagegen kommt die Zusammensetzung mit Laden in
Ladenmeister vor. Das sind die Leiter der F l e i s ch ab
gab e st e l l e n, wo man von dem Ausdruck Lagerhalter abgesehen hat.
Aus dem Gesagten geht auch schon zur Genüge hervor, daß von
einem „Gewi n n" in der Konsumgenossenschaft keine Rede sein kann.
Es ist nur ein ll e b e r s ch u ß, den man erzielt. Würde man die
Bedarfsgüter zum Selbstkostenpreise abgeben, so würde ein Plus am
Jahresschlüsse ganz wegfallen. Wie wir später sehen werden, sind
aber praktische Gründe vorhanden, die Bedarfsgüter über Selbst
kostenpreis abzugeben und den Ueberschuß in Form einer Rückver
gütung (in manchen Vereinen Rückgewähr, Dividende/) Spargut
haben, Rabattguthaben genannt) am Schlüsse des Rechnungsjahres
zurückzuzahlen. In der Konsumgenossenschaft kann man also auch
nicht von einem Verlust- und Gewinnkvnto, sondern nur von einem
Verlust- und Ueberschußkonto sprechen, was in der Praxis auch schon
7 ) Etymologisch läßt sich gegen den Gebrauch dieses Wortes nichts ein
wenden. Dividende von „äiviäenäa" gleich „das zu Verteilende" wäre auch
für die Rückvergütung der Konsumgenossenschaft richtig. Zur Unterscheidung
aber von den kapitalistischen Gewinnanteilen der Aktiengesellschaften wird man
besser den Ausdruck vermeiden.