Object: Fortschritt und Armut

Buch VUI. 
Die Anwendung des Heilmittels. 
warum, ihr starken Männer, zaudert ihr? 
Luch pflanzte Gott den Willen und den Mut, 
wagt ihr's nur, ihn zu zeigen. Nie war es Wille 
Noch ohne Mittel oder weg zur Cat, 
Noch wendet Glück sich je von dem, der wagt. 
Soll'n wir im Antlitz dieses schweren Unrechts 
Im Augenblicke der Entscheidung feig 
Und zitternd stehn, indes ein kühner Streich 
Die seufzenden Millionen kann befrein? — 
Und zwar ein Streich, so edel, so gerecht, 
So gänzlich nur der Menschen Glück gemäß, 
Daß ob der Tat die Engel jauchzen werden. 
Altes Schauspiel. 
Kapitel I. 
Der Privatbesitz am Grund und Boden unvereinbar mit der besten 
Ausnutzung des Bodens. 
Aus der Tendenz, das Zufällige mit dem wesentlichen zu kon- 
fundieren, ist eine Täuschung hervorgegangen, welche die Gesetzgeber 
mit allem Fleiße geschürt und bei der sich die Nationalökonomen im 
allgemeinen beruhigt haben, statt daß sie versucht hätten, dieselbe bloß 
zustellen —. die Täuschung, daß das Privatgrundeigentum für die 
gehörige Benutzung des Bodens nötig sei, und daß es die Zivilisation 
zerstören und in die Barbarei zurückfallen heiße, denselben wieder zu 
Gemeingut zu machen. 
Diese Täuschung kann mit der Vorstellung verglichen werden, 
welche nach Angabe von Lharles Lamb so lange unter den Chinesen 
vorherrschte, nachdem man zufällig beim Niederbrennen von kso-tis 
bfütte entdeckt hatte, wie gut Schweinebraten schmecke, — daß man, 
um ein Schwein zn braten, ein bsaus in Brand stecken müsse. Ob 
wohl es nun zwar in Lambs reizender Abhandlung des Auftretens 
eines Weifen bedurfte, um das Volk zu belehren, daß man Schweine
	        
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