Full text: Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

In dem Nachkriegsetat für 1925/26 wurden für die Post-, Telegraphen- und Telephonverwaltung u. a. 
folgende Beträge vorgesehen, die in der Aufarbeitung keine Berücksichtigung gefunden haben: 
Neubauten für Zwecke der Postverwaltung .................... 18600 £ 
Unterhaltung, Vergrößerung usw. von Telephonanlagen.......... 63500 » 
Neuanlagen von Telephonleitungen‘: 1... ee 190.000 % 
Die britische Staatsdruckerei (Stationery Office) dient in erster Linie den Bedürfnissen der verschie- 
denen staatlichen Behörden. Der Überschuß, den sie erzielt, und von dem sie alljährlich einen beträcht- 
lichen Teil. an die Schatzkammer (EKxchequer) abführt, hat mithin nur die Bedeutung eines internen 
Verrechnungspostens. Die Überschüsse der Staatsdruckerei stellten sich für die Rechnungsperiode vom 
1. April 1923 bis zum 31. März 1924 wie folgt!): 
Gesamt- davon an den Vortrag für das 
Druckereibetriebe gewinn Exchequer nächste 
abgeführt Rechnungsjahr 
Foreign Office: Press 41.0.0. 1 400 arena anne 21 685 20 000 1685 
Hare Street Pressen Vene Cr hear 42 609 15 500 27 109 
HarrowW Press rer RATE ae nmel 61 212 9 000 52212 
Kings-Way Press 10a er 000 EEE AEG Helen arena 1.973 1569 404 
War Office. Press 00 TE 946 500 441 
Cricklewood Press: eye een rk nee nen 1649 — 16 
Rückstände aus geschlossenen Betrieben ........... 13 431 13 431 
Insgesamt.... 143 505 60 000 835 
Für die Verkaufsstellen der Staatsdruckerei ist in derselben Rechnungsperiode mit Ausnahme der Haupt- 
verkaufsstelle in London das Geschäftsergebnis negativ gewesen, was im einzelnen ats folgender Übersicht 
hervorgeht: 
Gewinn- und Verlust- Geschäftsergebnis 
vortrag von der für die Zeit vom Neuer Gewinn- 
Verkaufsstellen voraufgegangenen 1. April 1923 bis und Verlustvortrag 
Rechnungsperiode 31. März 1924 
(+ Gewinn, — Verlust) 
Manchester ee era — 765£ — 7835-£ — 1600 £ 
Card re HE — 2259 — 320 » — 545 » 
Abingdon Streeßb 2. she — 432 » — 261 » — 693.» 
Edinburgh eier ern — 543» — 682 » — 1225 » 
Du + 1127 » 14045 + 6069 » 
In den Nachtragsetat für 1925/26 sind für zusätzliche Materialausgaben der Staatsdruckerei 114 000 £ 
vorgesehen. 
Ein Staatsbetrieb eigener Art ist 1920 auf Grund des Nauru Islands Agreement Act geschaffen worden. 
Danach wurde die Verwaltung der ehemals deutschen Insel Nauru, die in Auswirkung des Versailler 
Vertrages britisches Reichsmandat geworden war, sowie der Abbau ihrer Phosphatlager von den Regie- 
rungen Großbritanniens, Australiens und Neuseelands gemeinsam übernommen, und zwar entfallen auf 
die beiden ersteren je 42 vH, auf Neuseeland 16 vH insbesondere derjenigen Kosten, die zur Entschädigung 
der Pacific Phosphate Company, der bisherigen Eigentümerin der Phosphatlager sowie des Abbaubetriebes, 
erforderlich waren. Die Kosten der Verwaltung der Insel sollen nach dem Gesetze aus den Überschüssen 
des Phosphat-Abbaubetriebes gedeckt werden, Die Phosphate werden in erster Linie an die drei beteiligten 
Länder zu einem einheitlichen f, o. b.-Preise im Verhältnis der Beteiligungsquote und unter der Bedin- 
gung, daß sie für die Bedürfnisse der heimischen Landwirtschaft, nicht aber zum Export verwendet werden, 
geliefert, und darüber hinaus zum freien Marktpreise auch an andere Länder. Die etwaigen Gewinne 
werden an die beteiligten Länder im Verhältnis ihrer Anteile ausgeschüttet. Die anteiligen Leistungen 
Großbritanniens wurden unter dem Etattitel Colonial Services vollzogen, und zwar 
Jahr Betrag 
192021 a mr 1403642 3/8 
1923/24 0.000000 rrr  P 0 106.504 —/— 
1925/26 „200000000000 0+ » 39699 15/9?) 
1) Quelle: Trading Accounts and Balance Sheets 1923—24, a. a, 0. 
2?) Dieser Betrag war als »Investierung« bei der Aufarbeitung zu berücksichtigen; vgl. die Übersicht auf S.397, wo er als Investierung 
unter »Verschiedenes« erscheint. Vgl. ferner Vierter Teil, Fünftes Kapitel »Investierungen« S. 4834f. 
399
	        
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