Full text: Vieh und Fleisch in der deutschen Kriegswirtschaft

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Durchschnitt des Lebendgewichtspreises ist, wie angegeben, der Durch 
schnitt aus der Summe der Ankaufspreise sämtlicher Tiere eines 
Schlachtungszeitraumes dividiert durch die Summe ihrer Lebend 
gewichte zu verstehen. 
Ein Vergleich der an verschiedenen Orten und zu verschiedenen 
Zeiten sogar am gleichen Orte zwischen Vieh- und Fleischpreisen be 
stehenden Spannungen ergibt Schwankungen innerhalb weiter Grenzen. 
Den bedeutendsten Einfluß auf die Größe der Spannung übt die Höhe 
der Schlachtausbeute, nächst ihr diejenige der Unkosten aus, wie aus 
den nachfolgenden Tabellen ersehen werden kann. Es ist sonach 
ohne weiteres erklärlich, daß Städte, die auf Zufuhr von Schlachtvieh 
aus weitcntlegenen Lieferungsgebicten angewiesen sind, bei gleichem 
Grundpreise für das Lebendgewicht wesentlich höhere Fleischpreise 
haben müssen als solche Städte, die ihren Viehbedarf aus nahe 
gelegenen Ortschaften decken, zumal wenn nicht Bezahlung des Schlacht 
viehs nach Rampengewicht des Bestimmungsorts erfolgt und be 
trügerische Überfütterung nicht in allen Fällen vor dem Wiegen 
erkannt wird. 
Aus der Gesamtheit vorstehender Ausführungen geht hervor, 
daß die Verhältnisse im Fleischverkehr viel zu verwickelt 
sind, als daß sich ein für alle Fälle, alle Verbrauchsperioden und alle 
Verbrauchsorte zutreffendes allgemeines Spannungsverhältnis fest 
igen ließe. Der häufige und erhebliche Wechsel der Einstandspreise 
und der Güte und damit der Schlachtansbeute des Schlachtviehes 
und die. Verschiedenheit der Entfernung der Bedarfs- von den Er- 
Mgungsgcbieten stehen dem sowohl im Kriege wie im Frieden 
hindernd im Wege. 
Anhang auf Seite 110—133: 
Sechs Tabellen zur Ermittlung des 
Gestehungspreises des Fleisches 
der einzelnen Schlachtviehgattungen:
	        
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