Full text : Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russisch-Polen und dem Deutschen Reiche und die sich daraus für den Friedensschluss ergebenden Folgerungen

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Über  die  Bestimmung  der  im  Jahre  1913  mit  der  Eisenbahn ­
  verfrachteten  Mengen  polnischer  Kohlen  gibt  die  nachstehende
Tabelle  Aufschluß.  Es  gingen
an  die  Eisenbahnen  1  273  594  Tannen
„  die  Metallhütten  390  516  „
„  Zuckerfabriken  225  798  „
„  Metall-  und  mechanische  Fabriken  244  095  „
„  Spinnereien  799180  „
„  sonstige  gewerbliche  und  Fabrikanlagen  ...  1  386158  „
„  staatliche,  gemeindliche,  Gesellschafts-  und  Landwirtschastsanlagen
  .  75  823  „
„  sonstige  Abnehmer  1  430  040  „
Die  Dombrowaer  Kohle  ist  hiernach  fast  ausschließlich,
nämlich  zu  rund  90  %\  im  Lande  selbst  verbraucht  worden.  Nur
10-%  sind  nach  dem  eigentlichen  Rußland  gegangen  und  nur
geringe  Mengen  gelegentlich  nach  Deutschland  und  Österreich.
Erwähnt  sei  hier,  daß  für  viele  industrielle  Zwecke  die  geringwertige ­
  Dombrowaer  Kohle  nicht  geeignet  ist.  Infolgedessen
wurden  bedeutende  Mengen  oberschlesischer  Kohle  nach  Polen
und  Rußland  eingeführt.  Im  Jahre  1913  betrug  die  Einfuhr
oberschlesischer  Kohle  nach  Rußland  1  669  348  t.  Hiervon  gingen
511  567  t  nicht  nach  Polen,  sondern  nach  dem  eigentlichen  Rußland. ­
  Die  grüßten  Posten  oberschlesischer  Kohle  wurden  in  beit
Lodzer  Fabriken  und  in  den  Warschauer  Gasanstalten  verbraucht.
Lraunkohienvergvau.  In  den  jüngeren  Schichten  der  Tertiärformation ­
  sind  Braunkohlen  an  zahlreichen  Stellen  bekannt,
doch  sind  verhältnismäßig  wenig  Vorkommen  bis  jetzt  aufgeschlossen. ­
  Braunkohlen  finden  sich  namentlich  im  Grenzgebiete
gegen  die  Provinzen  Ostpreußen  und  Posen.  Ferner  find  in  den
letzten  Jahren,  soweit  Nachrichten  vorliegen,  an  mehreren  anderen
Stellen,  namentlich  in  der  Gegend  von  Lodz  und  Warschau  durch
Bohrunternehmer  Braunkohlenflöze  erbohrt  worden;  doch  gestatten
die  bisherigen  Unterlagen  noch  kein  endgültiges  Urteil  über  den
Wert  dieser  Aufschliisse.  Man  kann  aber  mit  gewisser  Wahrscheinlichkeit ­
  rechnen,  daß  eine  systematische  Durchforschung  des  Untergrundes ­
  wichtige  weitere  Anhaltspunkte  liefern  würde,  da  die  allgemeinen ­
  geologischen  Vorbedingungen  für  das  Vorhandensein
von  Braunkohlen  in  weiten  Gebieten  gegeben  find.
Die  Braunkohlengruben  im  Gouvernement  Petrikau  sind
in  der  folgenden  Zusammenstellung  angegeben.
            
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