Full text : Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russisch-Polen und dem Deutschen Reiche und die sich daraus für den Friedensschluss ergebenden Folgerungen

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polnischen  Raseneisenerze  beträgt  im  Durchschnitt  im  getrockneten
Zustande  etwa  35—40  %„  Bisher  sind  Raseneisenerze  nur  in
geringem  Umfange  gefördert  worden.
Auch  die  Brauneisenerze  sind  in  Russisch-Polen  noch
fast  unverritzt,  so  daß  viele  frische  Förderungen  eingerichtet
werden  können.  Ihr  Eisengehalt  beträgt  im  trockenen  Zustande
etwa  35  %.  Er  ist  also  ein  recht  hoher,  wenn  man  berücksichtigt,
daß  die  oberschlesischen  Brauneisenerze  meist  wesentlich  geringhaltiger ­
  sind.
Die  Toneisensteine  haben  in  rohem  Zustande  25
bis  35  %,  Eisen;  durch  Rösten  läßt  sich  der  Gehalt  jedoch  auf
40—48  %;  erhöhen.
Die  genannten  Erze  sind  hiernach  keine  hochprozentigen
Erze,  jedoch  bilden  sie  ein  außerordentlich  wertvolles  Zuschlagsmaterial. ­

Erivähnt  sei  noch,  daß  in  Russisch-Polen  noch  große
Mengen  von  alten  Eisenschlacken  vorhanden  sind.  Der  Eisengehalt ­
  dieser  Schlacken  beträgt  30—43  %i.  Auch  sie  würden  für
den  oberschlesischen  Hüttenbetrieb  ein  wertvolles  Zuschlagsmaterial
bilden.
Nach  den  bisherigen  Schätzungen  der  russischen  Geologen
sind  in  Polen  Eisenerze  in  einer  Gesamtmenge  von  300—600
Millionen  Tonnen  vorhanden.  Die  Vorräte  sind  also  sehr  bedeutend. ­
  Für  die  Zukunft  der  oberschlestschen  Eisenindustrie  ist
es  von  grundlegender  Bedeutung,  daß  namentlich  die  Toneisensteinvorkommen, ­
  die  sich  entlang  der  oberschlesischen  Grenze  hinziehen, ­
  in  deutschen  Besitz  gelangen.  Aber  auch  das  Eisenerzgebiet ­
  der  Gouvernements  Radom  und  Kielce  ist,  wie  ausgeflihrt,
von  großem  Wert;  von  Wichtigkeit  wäre  es  namentlich  im  Hinblick ­
  aus  den  in  Deutschland  herrschenden  Manganmangel,  die
manganhaltigen  Eisenerze  des  Radomer  und  Kielcer  Gebietes
den  oberschlesischen  Hütten  nutzbar  zu  machen.  Zur  Zeit  gehören
diese  Gebiete,  wie  erwähnt,  zum  österreichischen  Interessengebiet.
Eisenerzbergbau.  Die  vorhandenen  Eisenerzförderungen ­
  sind  in  der  folgenden  Zusammenstellung  aufgeführt:
            
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