Full text : Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russisch-Polen und dem Deutschen Reiche und die sich daraus für den Friedensschluss ergebenden Folgerungen

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Im  folgenden  seien  über  einzelne  größere  Gesellschaften
noch  einige  Mitteilungen  gemacht.
Die  Gesellschaft  der  Metallfabriken  B.
H  a  n  t  k  e  besitzt  ein  großes  Eisenhüttenwerk  bei  Czenstochau.
Die  Gesellschaft  ist  eine  russische  Aktiengesellschaft,  doch  ist  der
Hauptteil  des  Kapitals  (über  90  %  )  in  deutschen  Händen.  Etwa
die  Hälfte  der  Aktien  befindet  sich  im  Besitz  der  Oberschlesischen
Eisen-Jndustrie-Miengesellschaft.  Außerdem  ist  an  der  Gesellschaft
die  Berliner  Handelsgesellschaft  beteiligt.  Das  modern  eingerichtete
Werk  hat  zwei  Hochöfen,  fünf  Martinöfen,  vier  Walzenstraßen
für  Träger,  Draht-  und  Blechwerkstätten.  Das  Aktienkapital  beträgt ­
  5  Millionen  Rubel.  Hiervon  befinden  sich  im  Besitz  der
Oberschlesischen  Eisen-Jndustrie-Aktiengesellschaft  2294333  Rubel.
1912/13:  Reservefonds  103  317  Rubel,  Amortisationsfonds
6  130  935  Rubel.  Dividende  10%.  Roheisenprodukiton  1910:  '
2  637  284  Pud  ==  43  199  Tonnen.
Die  8  0  e  161e  Anonyme  des  Forges  et
Acieries  de  Huta  Bankowa  ä  Dombrowa  ist,
wie  schon  der  Name  sagt,  eine  französische  Aktiengesellschaft,  die
zu  dem  schon  erwähnten  Konzern  der  französisch-italienischen  Gesellschaft ­
  und  der  Gewerkschaft  Graf  Renard  gehört  und  vom
Credit  Lyonais  abhängig  ist.  Das  Werk  hat  3  Hochöfen,  ein
großes  Martinwerk  und  Walzenstraßen  für  Stabeisen  und  Bleche,
Eisen-  und  Stahlfacongießerei,  Abteilungen  für  Schmiedestücke
und  Schiffsbau  pp.  Das  Werk  stellte  hauptsächlich  Kriegsmaterial
für  die  russische  Regierung  her.  1912/13:  Aktienkapital  7  425  000
Rubel,  Reservefonds  I  1  093  942  Rubel,  Reservefonds  II
500  000  Rubel,  Reservefonds  III  35  920  Rubel,  Amortisationsfonds ­
  372  788  Rubel,  Dividende  12Roheisenproduktion
1910:  4  739  273  Pud  =  77  629  Tonnen.
Die  Katharina  Hütte  gehört  der  deutschen  Aktiengesellschaft ­
  Vereinigte  Königs-  und  Laurahütte  in  Berlin.  Sie  ist
im  Jahre  1882/83  erbaut,  hat  einen  Hochofen  im  Betrieb  und
einen  in  Reserve,  Puddelei,  4  Martinöfen,  Eisengießerei,  Walzenstraßen ­
  für  Stabeisen,  Universaleisen,  Grob-  und  Feinblech,  Walzwerke ­
  für  Röhren,  Rohrverzinkerei,  Schraubenfabrik.  1912/13:
Amortisationsfonds  3  937  299  Rubel,  Gewinn  804  682  Rubel,
Roheisenproduktion  967  173  Pud  —  15  842  Tonnen.  Außerdem
hat  die  Vereinigte  Königs-  und  Laurahütte  das  Emaillierwerk
Blachownia  im  Jahre  1896  auf  24  Jahre  gepachtet.  Der  Reingewinn ­
  des  Emaillierwerks  betrug  im  Jahre  1912/13  29  726
Rubel.
Das  Milowicer  Eisenwerk  gehört  der  gleichnamigen ­
  Aktiengesellschaft,  deren  Anteile  sich  im  deutschen  Besitz
            
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