Full text: Deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik

hingewiesen. Außerdem bleiben 
noch die Mittel einer geschickten 
Propaganda und einer wirksamen 
Ausgestaltung des Auslandsnach» 
richtenwesens. Besondere Aufmerk: 
samkeit verdient in einer Zeit, in 
der die Kapitalnot das stärkste 
Hemmnis zum wirtschaftlichen 
Wiederaufbau darstellt, das. Vor: 
zehen der englischen Regierung zur 
Entlastung der mit dem Ausfuhrges 
schäft verbundenen besonderen 
Risiken. Der englische Staat über: 
ıimmt in weitem Umfange die Aus- 
‘allbürgschaft für Exportkredite und 
srmöglicht damit seinen Exporteu- 
ren die Gewährung von langfristigen 
Zahlungszielen zu verhältnismäßig 
zünstigen Bedingungen. Es muß mit 
Beschleunigung geprüft werden, ob 
und inwieweit auch Deutschland 
diesen Weg beschreiten kann. Nach 
ınserer Auffassung ist es ohne 
vesentliche Inanspruchnahme öffent: 
icher Mittel möglich, dem Export 
jedeutende Erleichterungen zu ver: 
schaffen. 
Wir sehen in diesem Zusammen: 
ı1ang davon ab, den an sich durchaus 
‚egrüßenswerten Gedanken einer 
uropäischen Zollunion näher zu ers 
jrtern, weil uns die Unterlagen zu 
ner Betrachtung noch nicht ge- 
ıügend geklärt scheinen. Es ist aber 
ıotwendig, den Gedanken nicht nur 
zu verfolgen, sondern auch Unter- 
suchungen darüber anzustellen, ob 
ınd inwieweit eine europäische Zoll: 
ınion in absehbarer Zeit geschaffen 
werden kann. Der Reichsverband 
Jer Deutschen Industrie hat hierfür 
schon eine besondere Kommission 
ingesetzt. 
Zuropäische 
Zollunion. 
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