III. Das Führerproblem.
Versucht man von den theoretischen Festsetzungen
des vorigen Abschnittes in das Gebiet ihrer Anwendung
im praktischen Leben zu schreiten, so ist die
nächste Gefahr die, ins Uferlose zu geraten'; ich beschränke
mich daher auf eine kurze Beleuchtung dreier
Fragen: wer soll führen, wie erzieht man Führer und
wie gelangen sie zur Führerschaft. Zwar hat auch der
erste und ergänzende Begriff einer Akratie eine praktische
Seite, allein sie ist wesentlich negativ, wie der
Begriff selbst; es müssen eben alle Mittel tunlichst beseitigt
werden, die ein schrankenloses Kratein ermöglichen;
also eine Ausgleichung der Machtverhältnisse
durch die ganze Breite des Lebens hindurch stattfinden.
Doch ist diese Forderung weit weniger ein Zukunftswunsch
als die andere der Tüchtigstenführung; denn
dahin hat die bisherige historische Entwicklung bereits
gedrängt und was fehlt, sind meist die richtigen Führer.
Wie der einzelne Staat durch die Existenz und Macht
der anderen „Großmächte" gehindert wird, sie zu vergewaltigen
und zu tyrannisieren — und der große
Krieg bedeutet ja wesentlich die Befreiung der einzelnen
europäischen Staaten von Englands und Rußlands
Tyrannengelüsten, hoffentlich aber durch die „Bestenführerschaft"
Deutschlands in Europa — so ist inner