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teilen. Der erste Teil enthält die Angaben über die in deutscher
Sprache erscheinenden »nd zum Postvertrieb angemeldeten
Blätter, der zweite Teil umfaßt die fremdsprachigen Zeitungen
und Zeitschriften, die die Post vertreibt. Die Blätter in
fremden Sprachen sind nach den einzelnen Sprachen —
z. Zt. 36 — geordnet, im übrigen erfolgt die Zusammenstellung
der Blätter in den Listen nur in alphabetischer
Reihenfolge. Außer dem Titel jedes Blatts geben die Preislisten
noch an: Erscheinungsort, Erscheinungsweise, Bezugszeit,
Jahresgewicht und Bezugspreis.Z In den älteren Jahrgängen
der Zeitungslisten sind die „Provisionsgebühren" besonders
aufgeführt, in den späteren Listen ergibt sich die Höhe
der Gebühren aus dem Unterschied der Vermerke über Einkaufs-
und Bezugspreis der Blätter. Die neueren Preislisten
lassen die Zeitungsgebühren nicht ohne weiteres erkennen;
die Gebühren müssen jetzt in jedem Fall erst auf Grund der
Angaben über die Erscheinungsziffer und das Jahresgewicht
der Blätter und unter Berücksichtigung der Besorgungsgebühr
von jährlich 24 Pf. berechnet werden.
Volkswirtschaftlich ist die Zeitungsgebühr insofern von
Bedeutung, als sie bei rein lehrmüßiger Betrachtung einen
der Produktiousfaktoren bildet, die im allgemeinen für die
Gestaltung der Post-Zeitungsbezugspreise maßgebend sind.
Treten Aenderungen in der Hohe der Zeitungsgebührcn ein,
so müßten unter sonst gleichen Umständen entsprechende Aenderungen
der Bezugspreise vor sich gehen. „Der Verkehrsi)
Die Angaben in den Zeitungslisten sind wiederholt zu statistischen
Ermittelungen verwendet worden (Archiv: 1878 S. 257 ff..
1879 S. 466 ff., 1881 S. 289 ff., 1891 S. 242, 1896 S. 183, 1913
S. 171). Greifbare Ergebnisse für die Statistik des Zeitungswesens
lassen sich aus diesen Arbeiten leider nicht gewinnen, da die Zeitungs-Preislisten
nur die zum Postvertrieb angemeldeten Blätter aufführen
und sie nicht nach Zeitungen und Zeitschriften trennen. Aus den Angaben
über die Titel und die Erscheinungsweise der Blätter können in
vielen Fällen ohne sonstige Feststellungen keine zuverlässigen Schlüsse
über die Zugehörigkeit der Blätter zu den einzelnen Klassen der
Zeitungen und Zeitschriften gewonnen werden (Schacht hat diese Methode
mit angewendet, um Feststellungen über die Verbreitung der Zeitungen
zu ermöglichen - a. a. O. S. 516).