Zusammenfassung.
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1. Durch den Wertunterschied des Vermögens und der Schulden
auf dem Schlußbilanz-Konto und in der Inventarbilanz:
K x = ZA' — ZP'
(Wegen der Zerlegung des Endkapitals bei Kapitalgesellschaften
in Einlage, Zusatzkapital und Reingewinn vgl.
II. Band.)
2a. Auf dem Kapital-Konto durch Zu- oder Abrechnung des
Gesamterfolges nach Übertragung des Ergebnisses der Gewinn-
und Verlustrechnung: K 1 = K 0 ± E. (S. 104, 1. Vorgang,
Abänderung 2. Vorgang.)
ß■ Auf dem Bilanz-Konto, wenn das Stammkapital unverändert
bleibt: ZA' — ZP' + K 0 + E.
Die beiden Darstellungen des Kapitals nach 1. und 2a.
werden mitunter als Gegensätze angesprochen: Die erste zeigt
das tatsächliche Kapital, das „Ist“-Kapital, die zweite das „berechnete“,
das „Soll-Kapital“ a ). Diese Anschauung würde
n ur bei einer vollständigen Liquidierung der Unternehmung
durch Versilberung der Bestände zutreffen. Die zweite „Berechnung“
stützt sich teilweise auf die erste — vgl. IVb) —;
auch diese ist eine „Berechnung“, denn ein „tatsächliches“
Kapital existiert nur nach der Liquidation (vgl. S. 25). Das
Kapital ist, von diesem Ausnahmefall abgesehen, stets eine
Kechnungsgröße, ein „berechneter“ Wert.
Die Scheidung zwischen „Soll“- und „Ist“-Kapital entspringt
übrigens dem von diesen Theoretikern vertretenen Verfahren,
das Sollkapital zuerst zu „berechnen“, indem sie die
Kapital-Ab- oder -Zunahme durch Gewinn- und Verlust-Konto
uachweisen. Sie schließen die Konten zuerst durch Gewinn- und
Verlust-Konto und dann durch Bilanz-Konto ab, ein Vorgang,
der wegen der Abhängigkeit der Erfolgsbilanz von der Bewertung
der Bestände unlogisch ist. (Dagegen wenden sich z. B. schon
Petler 1826, auch Jäger 1871.) Allerdings hat dieses Verfahren
1 ) Ochs, Bilanz-Journal, Köln 1840, § 80: das Resultat der Gewinnend
Verlust-Rechnung gibt den jetzigen Zustand unseres Vermögens an,
wie er sein soll; das Ergebnis der Besitzrechnung — gemeint ist das Bilanz-Konto
— stellt denselben dar, wie er wirklich ist. Ähnlich Schiebe (Lehrbuch
der Buchhaltung, 1836); auch Augspurs, Sckaer u. a. schließen sich
dieser Meinung an.